Wein und Kartenspiel am Sonntag – wie die Einheimischen

Mama auf Ihrer Insel MadeiraDonnerstag 31.01.2013
Hallo, Ihr Lieben, gerade mal kommt alles zusammen- Netz, Zeit und Lust und so will ich einen kurzen Bericht schreiben. Am Samstag sind wir 4 Stunden ausführlichst shoppen gewesen, das machen wir zu Hause ja nie. Wir haben das große Einkaufcenter durchstöbert und noch manchen schönen Laden gefunden, den wir bis dahin noch nicht kannten. Bis zum 28.Februar findet hier noch der Winterschlußverkauf statt und man kann wirklich klasse Schnäppchen machen. Sonntag an unserem Ruhetag viel gefaulenzt und gebaden, am Nachmittag sind wir den Berg hinter Jardim do Mar ca. bis zur Hälfte hochgestiegen. Es war bullig warm, 28 Grad. Von einem kleinen Rastplatz hatte man eine göttliche Aussicht über das Meer und den Ort. Von oben haben wir erstmal gesehen, wieviel Pools es schon gibt hier. Dann das sonntägliche Ritual- nach Paul do Mar untern Gummibaum und mit den Einheimischen gesessen und Wein getrunken bis der Brötchenwagen kam. Wir sind da die einzigen Ausländer, aber sie kennen uns schon und keiner guckt mehr, wenn ich das Häkelzeug auspacke. Diesmal war ich clever und hatte frische Butter und Kräutersalz dabei und das gleich auf die noch warmen Brötchen…Das göttlichste Abendessen für 70 Cent, das man sich vorstellen kann. Diese Woche haben wir 2 große Touren gemacht, eine von Monte nach Camacha. Die Tour war sehr schön, nur tausende Hunde entlang der Grundstücke an der Strecke- ständig wurde man angebellt. Teilweise auch sehr aggressiv. Am Ende kamen wir in den Armenvierteln von Camacha raus- sehr erschreckend, wie der Ort abgebaut hat. Früher war hier blühende Korbflechter- Werkstätten, aber seit die Aida u.a. Schiffe keine Busse mehr mit Ausflüglern dahin schicken, ist alles völlig zusammengebrochen. Die Jugendlichen hängen rum und kiffen, es ist schmutzig, sogar das große Einkaufscenter wird geschlossen und macht Ausverkauf. Wir hatten großes Glück, gleich einen Bus nach Funchal zu erwischen- in diesen Dingen werden wir jetzt auch immer sicherer.
Die schönste Tour allerdings haben wir gestern gemacht. Sie begann auf dem Encumeada- Pass, erst eine normale Levada entlang, dann durch 5 lange Tunnel. Es hat sich gar nicht gelohnt, die Stirnlampe einzupacken, sie war ständig im Einsatz. Eine traumhafte Umgebung zwischen hohen Bergen, schön sonnig. Dann ein Abstieg über 2000 Stufen- ich schätze mal 350 Höhenmeter. Der Aufstierg war viel kürzer und wir kamen wieder auf der Ausgangslevada raus- insgesamt 5 Stunden straffe Tour. Das Bier in der Bar an unserem Auto war wohlverdiehnt. Diese Woche haben wir uns auch noch ein hübsches kleines Haus im Ort angeschaut. Es gehört unserem Pool- Boy und hat den Charakter eines Cottages, da er Engländer ist.Seine Frau (die beste Hairstylistin der Welt nach seinen Aussagen) hat mit einer Freundin in England einen großen Laden aufgemacht und er ist nur noch hier, um das Haus zu verkaufen. Es war aber für uns nicht so geeignet, da es kaum Fenster hatte, dafür eine herrliche Dachterasse mit Meerblick. Und er will zuviel Geld dafür, das übersteigt unser Budget.
So heute ist wieder ein Ruhetag mit Wäschewaschen usw. Seid ganz lieb gegrüßt bis zum nächsten Mal. Uwe und Sylke

One thought on “Wein und Kartenspiel am Sonntag – wie die Einheimischen

  1. Pingback: Homepage

Schreibe einen Kommentar

Or

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *