Wanderung zum armenischen Kloster – Zypern

Wandeung auf ZypernLänge: knapp 10 Kilometer
Schwierigkeit: mittel. Das erste Stück des Weges ist etwas anstrengend und führt steil bergauf. Ansonsten sind die Wege aber bequem begehbar und sehr flach.
Versorgung: Auf der Strecke ist kein Laden/Restaurant oder ähnliches. Auf halber Strecke kommt man an einen großen Picknickplatz mit Trinkwasserversorgung.

Ausrüstung: Für die Tour ist wie für jede Wanderung festes Schuhwerk und nach Möglichkeit knöchelhohe Wanderschuhe empfehelnswert. Ansonsten ist keine weitere Ausrüstung notwendig. Da die teilweise sehr schmalen Pfade durchaus überwuchtert sein können, empfiehlt es sich, lange Hosen aus robustem Material zu tragen. Teilweise ist die Strecke nicht überschattet, also sollte dringend auf Sonnenschutz und gegebenenfalls Kopfbedeckung geachtet werden.Wandern auf Zypern
Anfahrt: Ausgangspunkt der Rundwanderung ist ein Parkplatz. Aus Girne kommend fährt man Richtung Alevkaya Forst. Am Restaurant Buffamento, welches im Übrigen sehr zu empfehlen ist, fährt man eine schmale Straße links ab und folgt dieser Straße circa 5 Kilometer. Für diese Tour ist ein Mietwagen dringend erforderlich, da keine Busse zum Ausgangspunkt fahren.

Tipp: Bevor die Tour los geht sollte man sich die Zeit nehmen und die tolle Aussicht von der kleinen Holzplattform genießen. An klaren Tagen sieht man die Küste und die umliegenden Felder in aller Deutlichkeit und kann wunderbar Fotos machen.
Gegenüber vom Parkplatz führen wenige Stufen einen Hang hinauf. Dieser Weg teilt sich schon nach wenigen Metern in drei Abzweigungen, wobei wir den mittleren genommen haben. Der erste Teil der Tour ist etwas mühsam. Auf engen Pfaden erklimmt man den Pass, der Aufstieg dauert circa eine halbe Stunde. Nach circa 30 Minuten gelangt man an eine Felsformation, der Weg gabelt sich hier. Wir gehen links entlang und können gleich die schöne Aussicht in Richtung Süden genießen. Der Weg wird zu einem Forstweg, welche auch befahrbar ist.

Zypern Wanderung zum armenischen Kloster
Tipp: Wer mit dem Reiseführer Dumont Zypern unterwegs ist, sollte sich auf keinen Fall von der kryptischen Beschreibung der Route irritieren lassen. Dank die „Hinweise“ haben wir selbst uns mehrfach verlaufen, obwohl der Weg sehr leicht zu finden ist und nicht annährend mit der Beschreibung im Reiseführer übereinstimmt. Auch die Zeitangaben waren keineswegs realistisch. Wenn man sich nicht sicher ist, auf jeden Fall den grün-weißen Markierungen folgen. Diese zeigen geprüfte Wanderwege auf.
Diesem Forstweg folgt man einfach immer weiter. Nach einer Weile führt der Weg bergab und weitet sich zu einer breiten befahrbaren Kiesstraße aus. Diese führt den Berg hinunter und teilt sich an einem schönen Aussichtspunkt. Bitte links halten, da rechts nach wenigen hundert Metern der Weg endet. Folgt man also der Forststraße links führt diese weiter schlängelnd bergab. Die Umgebung wird waldiger und an einem Punkt geht links ein kleiner Waldweg ab. Diese ist grün weiß gekennzeichnet. Wir haben uns entschieden rechts weiter der Forststraße zu folgen. Letztlich ist es aber egal, da dieser Waldweg circa zehn Minuten später wieder auf die Forststraße führt. Nun sind wir an einem Picknickplatz angekommen. Neben einigen Bänken und Tischen findet man hier auch gutes Trinkwasser aus einer Leitung aus dem Boden. Sieht zwar etwas abenteuerlich aus, hat aber beste Wasserqualität und kann bedenkenlos getrunken werden. Vor dem Picknickplatz verläuft die Teerstraße, welche auch wieder zu unserem Auto führen würde. Möchte man aber das Kloster besichtigen, und das kann ich jedem wirklich nur empfehlen, folgt man einer kleinen Teerstraße bergab. Man erkennt diese an einer Schranke, auch wenn die Schranke schon im März 2013 mehr auf der Stra0ße lag als sie zu versperren, ich würde mich also nicht auf die Schranke verlassen. Eine befahrbare Teerstraße führt weitern den Hang hinab. Nach circa 15 Minuten Weg findet man ein erstes verfallenes Haus am Straßenrand. Nur eine Kurve weiter öffnet sich der Blick auf die Ruinen des armenischen Klosters Sourp Magar. Die Anlage ist komplett frei zugänglich und wir haben lange Zeit die verwinkelten Ecken der alten Mauern erkundigt. Auch wenn der Blick in alte dunkle Kammern etwas gruselig ist, lohnt sich eine Entdeckungstour wirklich.

Im Kloster ein Orangenbaum

Tipp: der fantastisch lecker aussehende Mandarinen Baum sollte lieber nur betrachtet werden. Die Früchte sehen zwar verführerisch aus, da der Baum aber nicht veredelt ist, sind sie saaauuuuuueeeeerrrr. Wirklich nichts, was man versuchen sollte.Sehr saure Orangen im armenischen Kloster
Nach ausgiebigem Rundgang machen wir uns auf den Weg zurück zum Auto. Statt die Teerstraße wieder bergauf zu laufen nehmen wir die Stufen gegenüber vom Eingang des Klosters rechts den Hügel hinauf. Der Weg ist ab jetzt durch blaue und rote Farbmarkierungen gekennzeichnet, aber auch ohne nicht zu verfehlen. Ein enger aber schöner Pfad führt am Berghang entlang leicht aufwärts. Nach circa 20 Minuten öffnet sich der Weg zu einem breiten Waldweg, der durch urige Wälder führt. Nur wenige Minuten später ist der Parkplatz wieder erreicht.

Tipp: als Abschluss empfiehlt sich eine Einkehr im sehr rustikalen Buffamento Restaurant. Mit herrlichen Blick aufs Gebirge und gemütlicher Einrichtung sowie sehr günstigen Preisen und guten Speisen kann man hier wunderbar den Tag ausklingen lassen.

Fazit: Sehr schöne Wanderung die auch durch die tollen Aussichtspunkte und die üppige Vegetation besticht. Absolutes Highlight ist natürlich das verfallene Kloster, so etwas erlebt man nur selten. Absolut empfehlenswert.

Highlight der Wanderung: das verfallene Kloster

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