Vietnam in kurzer Zeit: perfekte Reiseroute

Während meiner viermonatigen Auszeit habe ich mir einiges vorgenommen: insgesamt 8 Länder und unzählige Zwischenstopps stehen auf meiner Liste. Entsprechend wenig Zeit habe ich pro Land. Bei diesem Vorgehen scheiden sich die Geister, während die meisten Slow-Travel bevorzugen, möchte ich in dieser Tour in viele Länder reinschnuppern und dann später dorthin zurückkehren, wo es mir am besten gefallen hat.

In den meisten Ländern fiel es mir sehr leicht, eine Auswahl zu treffen, denn in so kurzer Zeit kann man natürlich nur begrenzt viel erleben. Aber in Vietnam habe ich mich sehr schwer getan, das Land hat super viel zu bieten und es ist gar nicht so leicht, Abstriche zu machen. Hier folgt meine Reiseroute für alle, die viel sehen wollen in wenig Zeit, ohne sich kaputt zu machen.

Landschaft in Vietnam genießen

Vietnam in 18 Tagen bereisen – meine Reiseroute

Tag 1: Einreise aus Kambodscha mit dem Boot, Ankunft in Chau Doc

Morgens um acht startet die Tour von Phnom Penh nach Chau Doc: zuerst mit dem Minivan bis zur vietnamesischen Grenze und anschließend mit dem Boot über den Mekong bis zur kleinen Stadt Chau Doc. Ankunft ist am Nachmittag. Eine Übernachtung reicht vollkommen aus, um die kleine Stadt zu erkunden.

Tag 2: Weiterreise nach Vinh Long

Die gemütliche Terasse

Die gemütliche Terasse

Am Morgen bin ich extra früh aufgestanden und habe mir ein Boot zum Schwimmenden Markt gemietet, insgesamt waren wir 1,5 Stunden unterwegs.

Anschließend habe ich den Bus nach Vinh Long genommen. Da es hierher keine direkte Verbindung gibt, müsst ihr den Bus nach Ho Chi Minh buchen, ihr werden in Vinh Long ausgesetzt, die Fahrt dauert circa 4 Stunden. Hier habe ich eine Nacht im Homestay auf der Insel An Binh verbracht, eine tolle Erfahrung.

Weitere Details zum Homestay findet ihr hier.

Tag 3: Weiterreise nach Ho Chi Minh

Nach einem erneuten frühen Start und einer 6 stündigen Bootsfahrt zu einem weiteren Floating Market (wurde für 10 Dollar vom Homestay vermittelt), ging es weiter nach Saigon. Der Bus war knapp 2,5 Stunden unterwegs, ich war am Nachmittag im Hotel. Genug Zeit also, um einen ersten Eindruck von Ho Chi Minh zu bekommen.

Tag 4: Saigon erkunden

Diesmal habe ich mir eine ganzen Tag Aufenthalt gegönnt, in Ho Chi Minh gibt es ja auch einiges zu sehen. Da es chinesisches Neujahr war, konnte ich den Blumenschmuck und die Feststimmung genießen, Abends fand das große Neujahrsfeuerwerk statt.

Shows und Aufführungen zu Tet

Tag 5: Saigon und weiter mit dem Nachtbus nach Dalat

Ein weiterer ganzer Tag in Saigon war mir fast zu lang, ich bin ausgiebig umher gelaufen. Aufgrund des neuen Jahres war die Stadt aber wie ausgestorben. Um zehn Uhr habe ich dann den Nachtbus nach Dalat genommen.

Tag 6: Dalat

Blumengärten in Dalat

Der Nachtbus kam bereits fünf Uhr morgens in Dalat an. Also habe ich die Gelegenheit genutzt, um den Sonnenaufgang in der schönen, europäisch anmutenden Stadt zu genießen. Anschließend habe ich den Blumengarten besucht und bin viele Stunden durch die Stadt geschlendert, um die französischen Villen und die Aussicht zu genießen.

Mehr Infos zu Dalat und Ausflugstipps gibt hier.

Tag 7: Dalat und Umgebung

Für diesen Tag hatte ich eigentlich geplant, Trai Mat zu besuchen. Leider war dies mein Depri-Tag, nachdem alles schief ging und ich auch noch in Heimweh zerfloss, habe ich mir einen gemütlichen Tag im Bett gegönnt. Sicherlich hätte man die Zeit sinnvoller nutzen können, aber man kann ja nicht jeden Tag auf der Höhe sein.

Tag 8: Weiterreise nach Na Trang und Hoi An

Auf diese Tagesgestaltung und Zeitnutzung bin ich besonders stolz: morgens habe ich den Bus von Dalat nach Na Trang genommen, die Fahrt dauert 3,5 Stunden. Nachts sollte es weiter gehen, mit dem Nachtbus 12 Stunden nach Hoi An. Damit blieb mir genug Zeit, um einen Tag am Strand von Na Trang zu verbringen, aus meiner Sicht mehr als genug Zeit für diese Stadt.

Tag 9: Hoi An

Lichter in Hoi An

Früh um sieben kamen wir in Hoi An an. Nach einem schnellen Check ging es ab in die Stadt – Hoi An ist eine niedliche kleine Stadt, welche zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Innenstadt ist von verwaschenen gelben Häusern im französischen Kolonialstil geprägt. Durch die Lage am Fluss und unzählige bunte Lichter und Lampignons herrscht hier eine romantische Atmosphäre.

Hoi An

Tag 10: Ausflug zu den Marble Mountains

Da ich mich nicht getraut habe, direkt ein Motorrad zu mieten um den weiten Weg nach Hue zu fahren, wollte ich meine Fahrkünste zuerst bei einer Fahrt zu den Marble Mountains testen. Diese liegen ca. 22 Kilometer nördlich von Hoi An und sind wirklich einen Besuch wert. Die Tour lässt sich wunderbar mit einem entspannten Nachmittag am Strand verbinden. Wer sich auf dem Motorrad aber sicherer fühlt, sollte lieber gleich nach Hue starten und die Marble Mountains auf dem Weg besichtigen. Die 5 Karststeinberge beherbergen zahlreiche Höhlen und Tempel.

Tag 11: Mit dem Motorrad nach Hue und züruck

Mit dem Motorrad durch Vietnam

Mit dem Bike ging es 130 Kilometer nördlich von Hoi An in die historische Stadt Hue. Hier haben wir den Palast besichtigt und sind anschließend zurück nach Hanoi gefahren. Es wäre besser, für diese Route 2 Tage einzuplanen.

Hier findet ihr einen ausführlichen Bericht zur Mopedtour.

Tag 12: Flug nach Hanoi

Da die Strecke bis Hanoi insgesamt 18 Stunden mit dem Bus dauern würde, habe ich mich für die nur wenig teurere aber bedeutend angenehmere Variante entschieden und bin geflogen. Abends bin ich in der Hauptstadt Vietnams angekommen.

Tag 13: Ausflug in die Halong Bucht

Eigentlich wollte ich eine 2 bis 3 tägige Kreuzfahrt durch die weltberühmte Halong Bucht machen. Aber da das Wetter leider nicht mein Freund ist im Norden Vietnams (14 Grad und bewölkt), habe ich lediglich einen Tagesausflug gemacht. Früh um halb neun geht es los, 3,5 Stunden Busfahrt bis in die Bay. Hier dann eine vierstündige Bootstour durch die tolle und außergewöhnliche Landschaft, mit Kanufahren und Ausflug in eine Höhle. Abends wieder mit dem Bus zurück, sodass ich halb neun kaputt aber glücklich wieder in Hanoi war. Ich war von diesem Trip positiv überrascht: nicht zu touristisch, organisiert aber nicht hektisch. Wirklich schön.

Halong Bucht

Tag 14: Entspannen und Hanoi besichtigen

Straßen von Hanoi

Wer ständig nur unterwegs ist, braucht auch mal Ruhe. Also habe ich mir einen Tag Auszeit gegönnt. Ausschlafen, schön frühstücken, eine Erkundungstour durch Hanoi und eine ausgiebige Massage. Anschließend ein wenig bummeln und die Stadt weiter erkunden. Perfekt zum Runterkommen.

Tag 15: Fahrt nach Ninh Binh

Die sogenannte trockene Halong Bucht liegt knapp 2 Stunden südlich von Hanoi. Die außergewöhnliche Karstlandschaft ist üppig und lädt zu Bootsausflügen ein. Ich habe mir ein abgelegenen Homestay gebucht, um die Landschaft zu genießen und ein wenig zu entspannen.

Tag 16: Ninh Binh

Uriges Homestay in der trockenen Halong Bucht Vietnams

Eigentlich wollte ich nur eine Nacht in Ninh Binh verbringen. Doch da ich mich bereits bei der Ankunft in mein Homestay verliebt habe, bin ich spontan eine weitere Nacht geblieben. Und so habe ich an diesem Tag die Gegend mit dem Moped erkundet und einen sehr entspannten Abend in meiner Bambushütte verbracht. Highlight meines Tages war eine dreistündige Bootstour in Trang An.

Ausflug mit dem boot in Vietnam

Tag 17: Chillen und zurück nach Hanoi

An meinem vorletzten Tag in Vietnam habe ich mir nicht allzu viel vorgenommen: ausschlafen, das üppige Frühstück in meinem Homestay genießen, in der Hängematte liegen und lesen.

Vietnams Ruhe genießen

Tag 18: Ausreise nach Thailand

Heute verlasse ich Vietnam und mache mich auf den Weg nach Bangkok, um meinen Freund abzuholen. Das Abenteuer Asien geht weiter, es warten Singapur, Bali, Java, Sumatra und Kuala Lumpur. Leider ist mein Aufenthalt in Vietnam vorbei, es war ein kurzes aber eindrucksvolles Intermezzo.

Schreibe einen Kommentar

Or

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *