Unbekannte Wanderung im Norden Madeiras

Gastgeschenk: Erdbeeren in SchokoHallo, Ihr Lieben, am Mittwoch waren wir bei unseren englischen Freunden zum Essen eigeladen. Das Faszit dieses Abends: wenn man in Schokolade getunkte Erdbeeren mitbringt, sollte man sich vorher überlegen, worin man sie aufspießt, damit sie halten. Ich habe mich dann für eine schnöde Banane entschieden. Wir sind sehr gut angekommen mit unserem Mitbringsel…. Zweitens können Engländer doch kochen. Es gab einen Salat mit Antipasti, Kaßlerbraten mit Kartoffelbrei und Blumenkohlauflauf und danach einen schönen warmen Applepie. Ray und Uwe haben noch diversen Getränken zugesprochen, z.B. portugiesischem Brandy. Und drittens kennt kein Engländer „Dinner for One“.
Wanderung durch grüne Hügel
Noch zu berichten habe ich von einer sehr schönen, völlig unbekannten Tour im Norden, die wir durch Zufall entdeckt haben, denn wir haben eigentlich eine andere Strecke gesucht. Im kleinen Örtchen Boaventura fährt man gegenüber der Kirche rechts rein und dann immer bergan. Die Sackgasse bis zum Ende, dort kann man gut parken und es befindet sich ein Grillplatz an dieser Stelle. Wenn man die Straße wieder 200 Meter zurückläuft, kommt ein Hinweisschild zur Levada Achada de Grande. Den Berg hinauf darf man nicht verzweifeln, es ist nur ein ganz kleiner unscheinbarer Pfad über Wiesen und durch den Wald. Oben angekommen (ca. nach 30 Minuten) kann man sich entscheiden- rechts rum zum Ursprung der Levada, was in diesem Falle ein idyllischer Wasserfall nach 1 Stunde Fußweg ist, oder links rum nach Achada de Grande (nach ca. 2 Stunden ist die Levada eingefallen). Die Menschen in diesen abgelegenen Bergtälern sind sprichwörtlich obernett, von jedem Feld ist uns zugewunken worden und wir waren eingeladen, uns Apfelsinen (Laranja) zu pflücken. Beim Abstieg bin ich zwar gestürzt, aber mein Mann hat sich schnell auf mich geworfen (!), damit ich nicht weiter den Berg hinunter rutsche. Blitzschnelle Reaktionen und das in dem Alter.

Gestern wollten wir einen braven gemütlichen Fernsehabend machen. Daraus wurde nichts, da eine Mail von unserer Freundin Madeleine kam: bin gerade im Maktub. Also aufgebrezelt und hin. Dies ist eine neue Bar in Jardim do Mar, sehr idyllisch mit gemütlichem Innenhof, der schön beleuchtet wird. Man sitzt draußen unter Palmen, nimmt einen Drink und raucht diverse Sachen. Sehr illusteres Publikum, fast nur junge Leute, Surfer und ein langer Tisch mit unseren kanadischen und holländischen Freunden. Die Besitzerin- Fabienne-ist ein junges Mädchen von ca.23 mit großem Dekollte`und großem Geschäftssinn. Wir haben Gitarre gespielt und getanzt, wobei Uwe eine kanadische Dame im dankbaren Alter (60+) rumgeschwenkt hat. Zum Glück haben wir beide nach 2 Flaschen Wein die Kurve nach Hause bekommen, denn ab heute sind Gundel und Alf da und da hat das ausschweifende Leben ein Ende. Viele liebe Grüße. Uwe und Sylke

Am Flughafen in Funchal, Madeira

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