Reiseblogger der ersten Stunde – Heinz Albers im Thoringi Interview

Heinz Albers ist nicht nur einer meiner treuesten Leser, er selbst hat einen tollen Reiseblog mit zahlreichen Berichten und unheimlich tollen Fotos. Heute steht mir Heinz im Reiseblogger-Interview Rede und Antwort.

Heinz Albers ProfilDeinen Blog gibt es schon ziemlich lang. Wie kamst du damals auf die Idee einen Reiseblog zu starten?

“Vor etwa 13 Jahren hatte ich http://www.heinzalbers.org/page-fut080022.htm mit der Gestaltung eines Webauftritts begonnen. Eigentlich mehr aus Langeweile. Ich legte mir das Handbuch von Microsoft
Frontpage auf den Schoß, und schon nahm die Katastrophe ihren Lauf. Ich bilde mir ein, dass ich im Laufe der Jahre etwas dazugelernt habe und nun ein Produkt habe, das sich sehen lassen kann; ohne aber den Anspruch des Professionellen beanspruchen zu wollen. Zum Vorteil war, dass ich allerhand “geknipste” (nicht fotografierte) Fotos hatte und bei allen Reisen ein Logbuch führte. So fiel es mir leicht, Daten zu präsentieren. Wer hat schon vor 40, 50 Jahren beim Fotografieren an das Internet und die weltweite Verbreitung gedacht? Wäre ich mit dieser prophetischen Gabe ausgestattet gewesen, hätte ich andere Fotoapparate besessen und mehr auf die Qualität der Fotos geachtet. Nun muss ich mit den Sünden der Vergangenheit leben. Von vielen Zielen (je vier Wochen Korsika 1962 und 1964, zwei Wochen Paris 1963, die heute unglaubliche Reise mit der Bahn 1966 in die Türkei und von vielen Urlauben in Deutschland, den Niederlanden, Österreichs…) habe ich keine oder keine brauchbaren Fotos. Ich hatte aber Fotos aus der Zeit als ich als Wehrpflichtiger Funker http://www.heinzalbers.org/page-navy0093.htm auf einem Zerstörer war. Diese Site ist unter Beteiligung meiner Kameraden ergänzt worden.

Das war der Grundstock.”

Foto von Heinz Albers

Aus der Foto Galerie von Heinz

Was war dein schönstes/überraschendstes Erlebnis auf Reisen?

„Besonders schön ist es, wenn ich in der weiten Welt von mir völlig fremden Personen erkannt und mit meinem Namen angesprochen werde. Oder ein Treffen mit meinen Fans zu haben.” http://www.heinzalbers.org/DSC02187a.JPG

Welches Land / welche Reise hat dich dagegen total enttäuscht? Wieso?

“Mir fällt dazu nichts ein.”

Wenn du dir überhaupt keine Gedanken ums Geld machen müsstest, wie sähe deine Traumreise aus?

„Wir haben noch viele weiße Flecken auf unserer Weltkarte. Spontan: eine Woche Rio de Janeiro mit Abstecher zum Theater von Manaus, der Caprivi-Zipfel wegen seiner Abgeschiedenheit und dem deutschen Namen, als ehemaliger Seebär eine Schifffahrt um Kap Horn, zwei Wochen Vancouver und Umland, eine Woche Inselrundfahrt und Baden in warmen Geysirquellen auf Island, Schifffahrt auf dem Li-Fluss in China, nachdem wir die Große Mauer gesehen hatten. (Hast du noch eine Stunde Zeit, Gundel? Es gibt da noch so viele sehenswerte Orte auf unserer schönen Welt. Leider mag uns die Lottofee nicht leiden und unser Dukatenesel ist schon vor ein paar Jahren eingegangen. Träume aber sind gratis.)”

Welche 3 Sachen müssen bei dir in jedes Reisegepäck?

“Kindle, Kamera, Reiseliteratur.”

Du hast mehrere Bücher geschrieben. Wie hat sich das entwickelt? Lohnt sich der Aufwand?

“Aus den Reiseberichten hatte sich “So fern und doch so nah” entwickelt. Die vorhandenen Stories habe ich sprachlich “geglättet”, korrigiert, erweitert. Neue kamen hinzu. Und mit Verlagen wie epubli geht man bei der Veröffentlichung absolut kein Risiko ein. Eine fortgeschrittene Form habe ich danach als eBook für die Kindle-Lesegeräte unter dem Titel “Fernweh!” entwickelt (die aber auch auf anderen Medien lesbar ist, z.B. auf dem PC oder dem Smartphone). Ein weiteres Buch entstand in Kooperation mit meinen Seefahrtskameraden: “Zerstörer 1”. Zuletzt sei noch erwähnt, dass ich meine Kindheitserinnerungen aufgearbeitet habe. Diese Erzählungen sind als “Nordhorner Geschichten” – benannt nach meiner Geburtsstadt – erschienen.

Da der Sex fast keine Rolle in meinen Erzählungen spielt, da ich nicht einfach Unfug aus meiner Phantasie zu Werke bringe, ist der Verkauf meiner Bücher auch recht bescheiden. Von “Verdienst” zu reden wäre schon fast abartig.

Aus finanziellen Gründen lohnt sich der Riesenaufwand absolut nicht. Allerdings kann ich unseren Kindern etwas hinterlassen, was die wenigsten Väter oder Großväter können: Selbstgeschriebenes! Schön, nicht?”

Hast du abschließendHeinz Foto einen Tipp/eine Anmerkung?

“Leute reist! Befasst euch aber vorher intensiv mit den Menschen, die in eurem Gastland leben und mit deren Kultur. Fahrt in Frieden und mit Freundlichkeit. Verzeiht Fehler und Schwächen. Seid nicht geizig.

Vielleicht gefällt euch meine Maxime:

Der Kultur mit Ehrfurcht, den Menschen mit Respekt zu begegnen und sich selbst in Bescheidenheit zu üben, das sollte Lebensregel sein, wenn man Gast in fremden Ländern ist.”

Hier kommt ihr direkt auf den tollen Reiseblog von Heinz und wenn ihr ihm auf Google+ folgt, verpasst ihr auch keine Updates mehr!

Thoringi Autorin Gundel
Ich bedanke mich für das tolle Interview und die vielen Infos. Wenn ihr noch mehr lesen wollt, dann schaut mal auf vorbei oder folgt mir auf Twitter. Ihr habt auch einen Blog und möchtet euch hier vorstellen? Dann sagt Bescheid!

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