Phnom Penh – Wissenswertes über die Hauptstadt Kambodschas

 Photo by Daniel Mennerich (Author), CC BY-NC-ND 2.0 (Licence)

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Ein Urlaub in Phnom Penh ist wie ein Ausflug in eine völlig andere Welt: So haben wir die Zeit vor Ort zumindest empfunden, obwohl einige Gemeinsamkeiten mit anderen historischen Städten durchaus zu finden sind. Insgesamt erscheint uns Kambodschas Hauptstadt allerdings als echtes Unikum, denn genau diese Kombination aus bewegter Geschichte, alten Traditionen und modernem Leben gibt es nur ein einziges Mal auf diesem Erdball.

Durch die Straßen der Stadt haben wir uns hauptsächlich mit Tuk Tuks bewegt, jenen kunterbunten Autorikschas, die hier noch immer den klassischen Taxis den Rang ablaufen. Auf so etwas wie einen öffentlichen Nahverkehr solltet ihr in Phnom Penh nicht setzen, denn der ist allzu spärlich gesät, befindet sich aber inzwischen im Aufbau. Mit der Linie 3 geht es immerhin besonders günstig vom Flughafen bis ins Stadtzentrum, das lässt sich bei Bedarf wunderbar nutzen. Apropos »günstig«: Vor der Tuk-Tuk-Fahrt ist immer erst intensives Verhandeln angesagt, sonst könnte am Ende eine echte Überraschung auf euch warten! Mit ein wenig Humor und Konsequenz ist es uns gelungen, wirklich gute Fahrpreise herauszuschlagen, so hat das Urlaubsbudget deutlich länger gehalten. Viele Touristen leihen sich für die Dauer ihres Aufenthalts auch ein Moped oder Motorrad aus, aber dafür braucht es wirklich richtig gute Nerven und einige Erfahrung im turbulenten Stadtverkehr. Wir haben auf dieses Vergnügen verzichtet, da wir den Urlaub lieber etwas gemütlicher angehen wollten.

Photo by TheDigitalWay (Author), CC0 Creative Commons (Licence)

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Was gibt es eigentlich alles zu sehen in der uralten Stadt der Khmer? Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten gehören ohne Frage der legendäre Königspalast und die prunkvolle Silberpagode, diesen Anblick wollten auch wir uns nicht entgehen lassen. Der genannte Palast ist längst zum Wahrzeichen Phnom Penhs geworden, er liegt am Ufer des Mekongs, direkt neben der bekannten Flaniermeile River Walk. In der herrlichen Parkanlage rund um das sehenswerte Bauwerk befindet sich auch die besagte Pagode: Wir empfanden den Besuch als absolut lohnend und gingen in dem prachtvollen Garten für viele Stunden »verloren«.

 

Im Kontrast dazu steht das Naga World Resort, das im Jahr 2002 nur etwa 1 km vom Stadtzentrum entfernt errichtet wurde. Das Hotel mit zugehörigem Entertainment- und Wellnesszentrum stellt einen bedeutenden Anziehungspunkt für anspruchsvolle Gäste aus aller Welt dar. Seinen hohen Bekanntheitsgrad hat es vor allem aufgrund seines hauseigenen, großräumigen Casinos erlangt, das wir an einem Abend gründlich ausgetestet haben. Wir fanden dabei heraus, dass es zu so einem Spielbankbesuch doch einiges zu beachten gibt, erstaunlich stark fließen der lokale Aberglaube und die Bräuche des jeweiligen Landes in das Spielverhalten mit ein. Diverse Maskottchen und kleine Rituale sollen für den richtigen Drive bei Blackjack, Roulette und Co. sorgen – und manchmal scheinen sie tatsächlich zu wirken. Wie auch immer: Wir selbst gingen mit einem kleinen, aber feinen Gewinn aus diesem Abenteuer heraus!

 

Richtig begeistert hat uns der Night Market von Phnom Penh, der sich zu einem ungeheuren Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen gemausert hat. Trotz des spürbaren Andrangs herrscht eine angenehm entspannte Atmosphäre zwischen den zahlreichen vollgepackten Ständen mit Souvenirs, Kleidungsstücken und vielen dekorativen Accessoires. Und in der Luft liegt der Duft all der leckeren Köstlichkeiten, die auf dem Markt angeboten werden: absolut verlockend für jede Art von Naschkatze, die des Nachts durch die Gegend streift! Den Night Market findet ihr wie den Königspalast in direkter Nähe des Flusses, er öffnet bei Dämmerung und schließt um etwa 23 Uhr.

 Photo by Alan Wat (Author), CC BY 2.0 (Licence)

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Das Thema Essen kommt allerdings gleich am nächsten Morgen erneut auf den Tisch, und das ist auch gut so! In Kambodschas Hauptstadt gibt es nämlich eine enorme Auswahl an Restaurants und verschiedenen Kochstilen, vom typisch indischen Mahl über amerikanisches Fastfood bis zur italienischen Pizza ist alles zu haben. Rindersteaks und Krabbensalat stehen ebenfalls auf so mancher Speisekarte, oftmals köstlich zubereitet und absolut empfehlenswert. In Phnom Penh lebt eine große Anzahl Auswanderer aus vielen Ländern der Erde, daraus resultiert diese reichhaltige Auswahl. Selbstverständlich haben wir auch mehr als genug Möglichkeiten gefunden, in der originalen Khmer-Küche zu schwelgen, die sich hinter all diesen Genüssen nicht verstecken muss.

 

Kurz und gut: Diese Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert! Wer einen Urlaub in Kambodscha plant, dem empfehlen wir, mindestens zwei, drei Tage für diesen wunderbaren Ort zu reservieren. Es spricht allerdings auch nichts dagegen, eine Woche oder länger in Phnom Penh zu verbringen, langweilig wird es jedenfalls nicht.

 

 

 

 

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