Mein Backpack – Ersatzzuhause und treuer Begleiter

Mein Backpack für mein SabbaticalAls das Packet von outdoorer.net geliefert wurde, war ich richtig aufgeregt. Voller Vorfreude habe ich das große Packet aufgerissen.

Der 75 Liter plus 10 Liter optional große Backpack in knalligem Rot wurde mithilfe erfahrener Backpacker entwickelt – raffinierte Taschen, ausgeklügelte Haltesysteme und ein durchdachtes Tragesystem sind das Resultat. Als ich den Rucksack zuerst in den Händen hielt, konnte ich mir kaum vorstellen, alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände für 4 Monate Backpacking durch Südostasien darin unterbringen zu können. Im Endeffekt ist der Anspruch ja, mein ganzes Leben für vier Monate in diesen Rucksack zu packen und bequem mit mir rumtragen zu können.

Da meine Reise noch so lang hin ist, habe ich den „Work & Traveller 75 +10“ erst einmal verstaut. Seitdem mein Backpacking-Rucksack im Schrank steht, wird meine Auszeit für mich ein wenig greifbarer.

Als ich vor wenigen Wochen dann in Dresden war, gehörte ein Besuch im Globetrotter Store natürlich dazu. Der gigantische Flagship Store auf der Prager Straße ist ein wahrer Abenteuerspielplatz für Outdoor-Fans. Auf den 4 Etagen kann man neueste Ausrüstungsgegenstände in Kältekammern, im Windkanal, in der Regenkammer und sogar auf dem Indoor-See testen. Nach außen betrachtet viel weniger spektakulär, für mich aber Gold wert, ist aber die Abteilung für Backpacks. Hier wurden zahlreiche Rucksäcke verschiedener Hersteller und verschiedener Größen gepackt – mit realistischem Gewicht und realistischen Volumina. Natürlich wollte ich „meinen“ Rucksack testen. Auch wenn es mein Modell nicht im Store gab, konnte ich einen vergleichbaren Rucksack aufsetzen.

Backpacks zum Testen

Schock! Dieses Monstrum soll ich vier Monate mit mir rumschleppen? Die 17 Kilogramm des 75 Liter Rucksacks verteilen sich zwar wunderbar gleichmäßig, aber es ist nicht das Gewicht sondern die Abmessung des Backpacks, die mich schockiert. Knapp 20 Zentimeter überragt mit die Oberkante des Backpacks, und das, obwohl die +10 optionalen Kilogramm gar nicht genutzt wurden.

Ich mit Monster BackpackDer Schwerpunkt des gepackten Beispielrucksackes befand sich gefühlt oberhalb meines Kopfes, wodurch ich arge Gleichgewichtsprobleme hatte.

Zum Glück hat solch ein Rucksack zahlreiche Möglichkeiten, an den Träger angepasst zu werden. Dank fachmännischer Beratung und unzähligen Riemchen konnten wir den Giganten auf meine Tragebedürfnisse einstellen. Insgesamt verringert sich dadurch natürlich weder Gewicht noch Abmessung, aber welche Unterschied im Tragekomfort es doch macht!
Aus diesem Erlebnis ziehe ich zwei Learnings: zum einen muss man wirklich mit jedem Gramm haushalten. Denn der Work & Traveller bietet unglaublich viel Platz und ich habe nicht vor, diesen wirklich auszunutzen. Dazu wird wohl ein baldiges Probe-Packen meines Rucksackes nötig, das entsprechende Video mit Anleitung folgt dann in Kürze.

Zum anderen muss ein Rucksack mit Bedacht und bevorzugt fachmännischer Beratung eingestellt werden. Vor allem die Möglichkeit, die Rückenlänge an den Träger anzupassen beeinflusst das Tragegefühl entscheidend.

Dieser Rucksack wird für vier Monate mein einziger konstanter Begleiter sein, sozusagen mein Ersatz-Zuhause. Damit dann nichts schief geht, werden wir uns wohl vor der Reise schon miteinander anfreunden müssen.

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6 thoughts on “Mein Backpack – Ersatzzuhause und treuer Begleiter

  1. travveller t
    3. Oktober 2015 at 02:07

    what willste mit 85l rucksack?
    du machst dich doch total unfrei.

  2. Gundel
    5. Oktober 2015 at 09:14

    Wie meinst du? Zuviel Platz?
    Habe von einigen Backpackern gehört, dass die mit 55 Litern unterwegs sind. Aber nachdem ich meinen Rucksack in Norwegen ausprobiert habe muss ich sagen- soviel Platz ist da gar nicht.
    Muss man versuchen.
    Mit was bist du unterwegs?

  3. Coffee
    2. November 2015 at 23:35

    Hey,
    puh, also mir wären 85 Liter auch viiieeeelll zu viel!
    Grundsätzlich habe ich schon oft gehört, dass man nicht mehr als 50 Liter mitnehmen sollte, wenn man den Rucksack regelmäßig mittragen will (und ihn nicht nur von Bus zu Hostel und von Hostel zu Bus trägt).
    Da du mit dem Rucksack wohl kaum längere Wanderungen machen wirst, finde ich persönlich 65 Liter noch so einigermaßen OK, aber 75 (85) wären mir viel zu viel….
    Wenn du ihn ausprobiert hast und damit klar kommst ist ja alles gut, aber ich würde mir das wirklich gut überlegen (nur gut gemeint, bitte nicht böse sein!)

    LG Coffee

  4. Gundel
    5. November 2015 at 15:52

    Hey, danke für deine Meinung. Ich bin für jedes Feedback dankbar.
    Ich werde den Rucksack voraussichtlich nicht viel rumtragen, sondern eher nur auf den Zwischenstationen bewegen müssen.
    Ich habe aber auch nicht vor, ihn voll zu packen. Ich habe diese Woche angefangen, meine Sachen rauszulegen, die ich mitnehmen mag. Soooo viel scheint es nicht zu sein und ich werde noch knallhart kürzen.
    Aber nach der Reise weiß ich dann mehr. Ich berichte dann, ob sich ein 75+10l Rucksack eigenen oder nicht

    LG
    Gundel

  5. Peggy
    15. Juni 2016 at 16:05

    Hallo Gundel,

    und welches Fazit hast du nun gezogen? Brauch man 75 l? In Portugal hatte ich einen in dieser Größe dabei, der musste aber auch viel warme Kleidung verstauen. Fand ihn aber zum Schleppen doch sehr unpraktisch.

    Viele Grüße
    Peggy

  6. Gundel
    19. Juli 2016 at 16:32

    Hallo Peggy,
    also mir waren die 75 Liter zu groß. Bin zwischenzeitlich auf einen 65 Liter Rucksack umgestiegen und selbst da habe ich mehr als genug Platz gehabt. Wenn ich die Reise nochmal antreten würde, würde ich auch noch weniger mitnehmen. Also wahrscheinlich reicht ein 55 Liter Backpack, er zwingt dich wenigstens dazu zu minimieren.

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