Letzter Inselgruß für dieses Jahr

Die stolzen WandersleuteHallo, Ihr Lieben, die Zeit auf der Trauminsel geht unweigerlich zu Ende und in diesem Jahr wollen wir hier so gar nicht weg. Zwar freuen wir uns auch wieder auf zu Hause, auf Euch, unseren Kater und unsere Arbeit, aber es war dieses Jahr hier so perfekt, dass der Abschied schwer fällt. Nun sind es nur noch 5 Tage, aber diese sind mit sozialen Kontakten so voll gestopft, dass man schon von einem gefüllten Terminkalender sprechen kann. Am Sonntag waren wir zur Curry-Party bei unseren englischen Freunden eingeladen. Es waren 21 (!) Mann da, Engländer, Kanadier, Portugiesen und Deutsche. Der Poolboy und Gärtner Matthew hat ein Buffet von riesigen Ausmaßen aufgebaut, er hat 2 Tage lang daran gekocht. Wir haben am Tisch 3 Deutsche kennengelernt, die hier leben und zu denen wir morgen zum Mittag eingeladen sind. Zur Curry-Party haben wir unsere hochgelobten Babymuffins mitgebracht, die trotz künstlerischer Verzierung im Nu  alle waren.
Essen auf der Terrasse
Der Abend ging ziemlich lang und sollte mit Gitarrenspiel enden. Aber Toni, der englische Maler, hatte wohl schon etwas zu viel getrunken und lieber in seinem wunderbaren Oxford- Englisch darüber referiert, welches Feeling man beim Surfen auf richtig großen Wellen hat. Wir konnten ihn nicht zum Gitarrespiel überreden. Seine Frau saß die ganze Zeit neben ihm und hat immer ganz vorwurfsvoll „T O N I !“ gesagt. War schon lustig…Ach ja, hier haben wir auch Shirley und Mike kenne gelernt, die beiden Engländer sind schon ganz schön betagt, schreiben aber alle 2 Jahre die berühmte blaue Wanderkarte von Madeira neu. Wer schon mal hier war, kennt sie.
Zwei schöne Touren waren diese Woche dran, nein, eigentlich 3, denn die Bergtour vom Encumeada-Pass zum Boca da Corrida haben wir geteilt und sind sie einmal von der einen Seite und einmal von der anderen Seite aus gelaufen. Das war eine gute Entscheidung, denn es waren jedes mal 5 Stunden und ich glaube, das wäre zu anstrengend gewesen. Aber ein Traumwetter in den Bergen, wir sind über den Wolken in der Sonne gelaufen. Unterwegs haben wir 3 verrückte Franzosen getroffen, die die Strecke gejoggt sind!  Fanden wir dahingehend ganz schön gefährlich, da es oft über Geröllfelder ging, wo man gucken muss, wo man den nächsten Schritt hinsetzt.
Die Wandersleute auf dem Pass

Die zweite Tour ist in Camacha gestartet unterhalb des Camacha-Shopping- Centrums. Sie war sehr abwechslungsreich, ging durch große Eukalyptuswälder, vorbei an Felsformationen, die an die Sächsische Schweiz erinnert haben, aber auch durch bewohnte Dörfer und abgelegene Gehöfte. In einem von denen haben gefühlte 5 Hunde gebellt, durch das Loch in der Mauer haben aber nur 3 Köpfe gleichzeitig durchgepasst.
Heute abend gehen wir in Funchal im Rathaus in ein Klassik- Konzert. Es beginnt schon 18 Uhr, weil heute großer Karnevals- Umzug in Funchal ist, da müssen wir natürlich hinterher hin. Wird wieder eine lange Nacht… Zum Glück ist ja morgen Sonntag :-D. Aber auch in Joe`s Bar ist heute abend Fasching. Gestern hatten sie schon geschmückt. Da kommt das ganze Dorf (240 Einwohner aus eigentlich nur 3 portugiesischen Familien und halt die Überwinterer und Zuwanderer) zum Tanzen zusammen. Reizt uns ja auch, na mal sehen, was es heute abend wird.
So am Donnerstag um 5 Uhr morgens ist unser erster Rückflug, zuerst bis Lissabon, eine Stunde später bis Düsseldorf, dann 5 Stunden Aufenthalt und der letzte Flug landet am Donnerstag 18.30 Uhr in Nürnberg. Wir sehen uns nächste Woche. Liebe Grüße bis dahin. Uwe und Sylke

Auf dem Pass

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