Karneval in Funchal

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Hallo, Ihr Lieben, gestern war wieder großer Faschingshöhepunkt in Funchal. Vorstellen muss man sich die Stimmung in der Stadt wie ein Tsunami- erst zieht sich die große Welle zurück und es wird unwirklich still und dann rollt sie mit aller Wucht über die Straßen. Damit wir in unserem Parkhaus am Busbahnhof einen guten Platz bekamen, sind wir schon gegen 12.00 Uhr in Funchal gewesen. Clever war von uns diesmal, in Parkebene 5 zu stehen, da hier die Ausfahrt ist. Man muss zwar ein bisschen weiter laufen, aber es spart in der Nacht über 1 Stunde Zeit. Dann ist der Tag bis 21.00 Uhr natürlich sehr lang, zumal am Samstag manche Geschäfte schon mittags schließen. Also erstmal durch die kleinen Gassen gebummelt, dann in den großen Obst- und Blumenmarkt, wo wir uns lange aufgehalten haben. Es gibt jetzt einheimische Erdbeeren aus Camara do Lobos und der Preis ist von 19,80 EUR auf 3,90 EUR fürs Kilo gefallen.Und das sind Erdbeeren- die schmecken wie in meiner Kindheit aus Opas Garten!

Durch Zufall sind wir auf einen sehr schönen Trödel- und Kunstmarkt unter der Seilbahnstation gestoßen, wo auch so manches Stückchen mit musste. Unser Mittag bestand aus einem göttlichen Steakburger und Bier mit Blick auf die Aidabella. Traditionell sind wir dann zur Mittagsruhe im Park oberhalb des Hafens gegangen, gelesen, gehäkelt, Touris geguckt…Die Zeit bis zum Umzug zieht sich ganz schön- aber das Warten wird belohnt. Wir haben uns an einer Bushaltestelle aufgestellt, was den Vorteil hatte, dass wir anfangs sitzen konnten und beim Schließen der Absperrgitter ganz vorn einen göttlichen Platz ergattert haben. Die ersten Wagen kamen bei uns erst so gegen 22 Uhr vorbei, aber es war ringsum gute Stimmung und die Kleinsten hatten viel Spaß auf der abgesperrten Straße. Funchal Karneval FestumzugDer Umzug war wieder gigantisch- Lebenslust pur, keine politischen Inhalte wie Fasching bei uns. Tolle, sehr aufwändige Kostüme, heiße Rhythmen und viel nackte Haut….Mittlerweile wird der Karneval auch hier vom Samba geprägt, es gibt verschiedene Schulen, die sich präsentieren. Aber am meisten Spaß hat man bei der Beobachtung sehr ausgefallener Tänzerinnen mit einer gewissen Leibesfülle- von uns liebevoll „Knutschkugeln“ getauft. Und natürlich wenn mal was schief geht, wie die Situation als einer gewaltigen Sambatänzerin , die als Frontfigur tanzte, der Schuh zerfallen ist und ein Rot-Kreuz-Helfer herbeieilte, um ihn mit einer ganzen Rolle Pflaster zu kleben. Und weiter ging`s….Es war ein wunderschöner- wenn auch sehr ansterngender Tag und wir sind um 1 Uhr kaputt in unsere Betten gefallen. So, bis zum nächsten Mal liebe Grüße.

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