Hamburger Fischmarkt – ein MUSS für jeden Hamburg Trip

Sonntag. 6:00 Uhr morgens. Der Wecker klingelt.

Unangenehm aber leider nicht zu vermeiden, wenn man den berühmten Fischmarkt in Hamburg besuchen will. In den Sommermonaten (April bis Oktober) hat der Fischmarkt jeden Sonntag von 05:00 Uhr bis 09:30 Uhr geöffnet. Im Winter (November bis März) beginnt das Vergnügen erst um 07:00 Uhr in der Früh. Da jeden Sonntag eine unglaubliche Besucherzahl von 70.000 Fischfans erwartet wird, wollten wir möglichst früh auf dem Fischmarkt aufschlagen. Mir war durchaus bewusst, dass die Parksituation nicht einfach wird, jedoch haben wir nicht mit den erschwerten Bedingungen aufgrund des Hamburg-Marathons gerechnet. Nach einigem Suchen sind wir doch noch fündig geworden, das Restaurant Fischerhaus nahe des Fischmarkts bietet den eigenen Parkplatz für 2,50€ pro Stunde an. Ein wahrer Segen für Fischmarktbesucher.

Fisch Auktionshalle am Fischmarkt in Hamburg

Von oben betrachtet der Fischmarkt in Hamburg

Trotz der frühen Stunde war bereits reichlich Betrieb auf dem Fischmarkt. Zahllose Marktstände reihen sich hier aneinander. Dem Namen zum Trotz kann der Besucher hier aber nicht nur fangfrischen Fisch erwerben, der Markt ist auch für das Obst-Angebot, die Pflanzen-Verkäufer und zahllosen Klamotten-Stände bekannt.

Das Publikum setzt sich relativ gleich verteilt aus Touristen, Restaurant-Einkäufern und Reeperbahn-Überbleibseln zusammen. Für die Party-freudigen Besucher gibt es in der alten Fisch-Auktionshalle neben dem Konter-Bier auch tolle Live-Musik. Ungeachtet der frühen Stunden tanzen die Partygänger auf dem Fischmarkt einfach weiter – eine tolle Stimmung.

Der Aal Jochen ist eine wahre Berühmtheit auf dem hamburger Fischmarkt

Höhepunkt des Fischmarkts war für mich Aal-Jochen. Der große Fischstand war stets von zahlreichen Besuchern umzingelt, die voller Freude dem Marktschreier bei seiner unterhaltsamen Arbeit gelauscht haben. Ununterbrochen gehen hier vollgepackte Fischpakete über die Theke. Selbstverständlich haben wir auch zugeschlagen – sehr lecker. Mehr noch als das Angebot an Fisch haben mich jedoch  die Obst- und Gemüse-Stände fasziniert. Herrlichstes frisches Obst soweit das Auge reicht. Und das beste sind hier die Preise. Unglaubliche Schnäppchen warten hier. Also wenn ich Hamburger wäre, ich würde Obst und Gemüse nie wieder im Supermarkt kaufen. Auf dem Fischmarkt ist Handeln Pflicht, jedoch sollte der Besucher sich von der Norddeutschen Kaltschnauze nicht abschrecken lassen. Die Marktschreier und Verkäufer schwanken zwischen schmeichelnd, provozierend, lockend und beleidigend. Alles im Spaß natürlich.

Obstangebot auf dem Fischmarkt

Unsere stolze Ausbeute an Fisch, Obst und Gemüse hat fast mein kleines Auto zum Kapitulieren gebracht. Sehr interessant fand ich ja die Blumenverkäufer. Direkt aus der LKW-Ladefläche werden hier Pflanzen zu Kampfpreisen unters Volk gebracht und die Fischmarkt Besucher haben gekauft als gäbe es kein Morgen mehr.

Orchideen für 3 €, fünf Kilo Spargel für 6 €, eine Stiege Salat für 1 € – auf dem Fischmarkt alles möglich. Auf jeden Fall ist der Besuch des Hamburger Fischmarkts ein absolutes Muss. Also vergesst eure Faulheit beim nächsten Trip nach Hamburg, schwingt euch aus dem Bett und stürzt euch ins absurde Vergnügen auf dem Fischmarkt. Danach kann man ja gemütlich weiterschlafen.

Blumenkönig aufm Fischmarkt

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