Gastbeitrag: Sprachreise nach Barcelona, ein Erfahrungsbericht

Ich habe seit Jahren den Traum, eine Rucksack-Tour durch Südamerika zu starten und den Kontinent auf diese Art und Weise kennenzulernen. Da allerdings Englischkenntnisse dort nicht so verbreitet sind wie bei uns, habe ich lange überlegt, wie ich mir möglichst schnell noch etwas Wissen in Spanisch aneignen kann. Letzten Endes habe ich mich für eine Sprachreise nach Barcelona entschieden, die ich über Sprachdirekt gebucht habe.

Was den Reisezeitpunkt betraf, spielten verschiedene Dinge eine Rolle. Auf der einen Seite wollte ich dem kalten Dezember in Deutschland entfliehen und auf der anderen sollte zwischen meiner Sprachreise und meinem Abflug nach Buenos Aires im März nicht zu viel Zeit vergehen, um bis dahin nicht wieder alles Gelernte zu vergessen. So entschied ich mich, ab Anfang Dezember an einem dreiwöchigen Spanischkurs für komplette Anfänger in Barcelona teilzunehmen. Natürlich habe ich mir im Vorfeld auch überlegt, ob ich nicht einfach bei mir zuhause in Köln etwas Spanisch lernen möchte, aber ich dachte bereits damals, dass das in einem spanischsprachigen Land sicherlich effektiver ist. Außerdem wurde mir bereits von vielen Freunden von Barcelona vorgeschwärmt, weshalb ich der Stadt ohnehin mal einen Besuch abstatten wollte.

Barcelona und seine Attraktionen

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Einige Tage vor Kursbeginn flog ich von Düsseldorf aus nach Barcelona und verschaffte mir bereits einen groben Überblick über die wirklich schöne Stadt am Mittelmeer. Für Außenstehende vielleicht nicht nachvollziehbar, aber als fanatischer Fußballfan war das weltberühmte Camp Nou für mich natürlich Anlaufstelle Nummer 1. Dieser Fußballtempel und die Lautstärke, die die Fans darin erzeugen, ließen mein Herz sofort höher schlagen! Aber auch ansonsten wird einem in der katalanischen Hauptstadt nicht langweilig und ihr Wahrzeichen, die Sagrada Família, oder die bekannte Flaniermeile „La Rambla“ sind empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten. Außerdem ist es schön, selbst im Dezember abends bei angenehmen Temperaturen am Strand spazieren gehen zu können.

Lehrreicher Kurs

Sprachsch++ler

Drei Tage nach der Ankunft stand dann meine erste Unterrichtseinheit in der Sprachschule auf dem Programm. Ich entschied mich für den Standard-Spanischkurs, welcher jeweils vormittags stattfand und aus 20 Unterrichtsstunden pro Woche bestand. Für mich war das ideal, da mir dieser Kurs am Nachmittag genügend Zeit für andere Aktivitäten ließ und ich ganz ungezwungen im Alltag meine ersten Spanischkenntnisse anwenden konnte. Dies war eigentlich das Beste an der Sprachreise, da ich dadurch schon etwas auf Südamerika vorbereitet wurde. An dieser Stelle möchte ich auch betonen, dass diese Alltagssituationen mir im Nachhinein extrem geholfen haben, denn es ist schon etwas anderes, z.B. im Supermarkt „wirklich“ Spanisch zu reden als „nur“ in einem gestellten Gespräch mit meinem Spanischlehrer. Deshalb empfehle ich auch jedem, im Rahmen einer Sprachreise außerhalb der Sprachschule konsequent die Amtssprache des Landes zu verwenden und möglichst wenig auf Englisch auszuweichen, denn gerade dann ist der Lerneffekt sehr hoch.

Aber natürlich wären meine Unterhaltungen mit Spaniern ohne den Sprachkurs an sich überhaupt nicht möglich gewesen, da wirklich auf hohem Niveau unterrichtet wurde. Die Lehrer sind allesamt Muttersprachler, was bei Lehrern in Deutschland normalerweise nicht der Fall ist. Die Unterrichtseinheiten wurden zudem sehr interessant gestaltet, sodass die Stunden nie eintönig waren und immer sehr schnell vergingen. Zudem bauten die Lehrkräfte immer wieder einige Witze ein, die den Sprachkurs auflockerten und für keine typische „Schulatmosphäre“ sorgten. Man hatte also nie den Eindruck, sich in einer „Schule“ im wörtlichen Sinne zu befinden. Ich würde es eher als gemütliches Treffen unter Freunden beschreiben. Das ist mir auch sehr wichtig zu betonen, denn gerade das war einer der Punkte, der mir extrem positiv in Erinnerung geblieben ist.

Internationales Feeling

Innenhof Sprachschule

Während dem Sprachkurs wohnte ich einer WG mit anderen Sprachschülern aus vollkommen unterschiedlichen Ländern. Dank einem Isländer, einem Polen und einer Chinesin war dort ein internationales Feeling vorhanden, das ich bis dato nicht kannte und im Nachhinein nicht missen möchte. Ich habe es vorher noch nie erlebt, dass so viele unterschiedliche Kulturen auf einem derart engen Raum aufeinandertreffen, wie es da der Fall war. Das war wirklich eine ganz neue Erfahrung! Wir einigten uns bereits im Vorfeld darauf, wirklich nur die allernötigsten Dinge auf Englisch zu besprechen und ansonsten sämtliche Unterhaltungen auf Spanisch zu führen. Auch wenn es gerade in den ersten Tagen etwas kompliziert war, war es wirklich eine effektive Lernmethode, die auch euch ans Herz legen möchte, falls ihr mal eine Sprachreise plant. Wobei die Verständigung mit Händen und Füßen auch extrem erheiternd war und für einige Lacher unter uns sorgte. Mit vielen meiner Mitschüler und Mitbewohnern bin ich übrigens noch immer in Kontakt und mit einigen habe ich bereits gegenseitige Besuche ausgemacht, sodass dort echte Freundschaften über verschiedene Kontinente hinweg entstanden sind! Das hätte ich so vor Antritt der Reise auch nicht erwartet.

Fazit

Mit einem Monat Abstand würde ich sagen, dass es die absolut richtige Entscheidung war, eine Sprachreise nach Barcelona zu buchen und ich nun das Gefühl habe, zumindest einige grundlegende Unterhaltungen auf Spanisch führen zu können. Ich glaube, dass dies die richtige Art der Vorbereitung auf meine Südamerika-Reise war und freue mich schon darauf, meine Sprachkenntnisse ab März wieder anwenden zu können. Auch über Sprachdirekt kann ich nur Gutes berichten, da Betreuung und Beratung von Anfang bis Ende wirklich intensiv und kompetent waren. Danke an alle, die meinen Aufenthalt in Barcelona unvergesslich machten und zu dieser tollen Zeit beigetragen haben!

Abschließend möchte ich mich für euer Interesse an meinem Erfahrungsbericht bedanken und ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen.

Christian L.

die-sprachschule

One thought on “Gastbeitrag: Sprachreise nach Barcelona, ein Erfahrungsbericht

  1. Christina Widmann
    9. Februar 2016 at 12:25

    Cooler Bericht 🙂 Eine Sprachreise wollte ich auch schon immer machen

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