Französisches Bistro La Tarte in Weimar

Bistro La Tarte WeimarBereit in Weimar auch für uns neuen Restaurants eine Chance zu geben, waren wir am Gründonnerstag im La Tarte essen. Das kleine französische Bistro befindet sich in der Jakobsstraße 5 in Weimar, unweit des Herder Platzes. Schon beim Reinkommen in das niedliche kleine Bistro ist uns die unglaublich stickige und verbrauchte Luft aufgefallen, das war richtig unangenehm. Zum Glück gewöhnt man sich an alles und nach einiger Zeit kann man auch wieder normal atmen. Von der Inneneinrichtung gefällt mir das La Tarte sehr gut. Wände und Design sind ganz in weiß gehalten und werden durch große Bilder und viele liebevolle Dekorationen aufgelockert. Für mich waren natürlich die über und über gefüllten Bücherregale mit Büchern und Magazinen unterschiedlichster Themen besonders ansprechend. La Tarte Weimar BücherregalVon der niedrigen mit weißem Holz verkleideten Decke hingen passend zum Osterfest zahlreiche bunte Eier und Windlichter herab, sehr hübsch. So ansprechend die Einrichtung auch arrangiert war, täuscht die Dekoration nicht darüber hinweg, dass hier ausschließlich IKEA Möbel verwendet werden, teils ganz nette und teils die typischen „Ich bin Student und kann mir nichts anderes leisten“ – Möbel. Sehr schade eigentlich, von einem französischen Bistro hätte ich doch ein wenig mehr Eleganz erwartet. Die billige Ausstattung ist mir aber vor allem beim Tisch-Gedeck negativ aufgefallen, ich trinke meinen teuren Wein eben ungern aus groben und dickwandigen Bechergläsern. Und teuer war es. Ohne Frage. Die Hauptgerichte zwischen 12€ und 26€ machen einen Ausflug zum La Tarte doch eher zu etwas Besonderem. Nur dass aus meiner Sicht Preis und Leistung hier nicht zusammenpassen. Bei einem 17 Euro teurem Fleischgericht erwarte ich entweder eine riesige Portion oder besonders schöne Garnierung und feine Zutaten. Das Fleisch war super, aber eher eine kleine Portion und als Beilage gab es schnöde trockene Pommes. Die Frage nach zusätzlichem Ketchup hat die Kellnerin dann auch noch aus dem Konzept gebracht. Trotzdem hat das Essen sehr gut geschmeckt und alle Teller am Tisch waren leer geputzt.

Französisches Restaurant Weimar

Informationen und Öffnungszeiten Tafel des La Tarte WeimarGrößtes Manko des La Tarte ist jedoch der Service. Bis wir die erste Kellnerin zu Gesicht bekommen hatten, ist der Durst bereits ins Unermessliche gestiegen. Auch sonst zeigten sich die sehr unflexiblen Kellner von leeren Gläsern oder direkter Kontaktaufnahme eher unbeeindruckt. Fazit: Nettes kleines Bistro, was sich jedoch selbst viel zu ernst nimmt. Die horrenden Preise stimmen einfach nicht mit der angebotenen Leistung, vor allem dem angebotenen Service, überein. Für mich sicher der letzte Besuch im Weimarer La Tarte und eine Empfehlung kann ich auch nicht aussprechen. Der Abend war trotzdem toll, was aber eher an den Begleitern als am Bistro lag.

 

Thoringi Autorin Gundel

Wann immer ich (mehr oder weniger) lecker essen war, berichte ich euch, ob es sich lohnt. Wenn ihr noch mehr lesen wollt, dann schaut mal auf vorbei oder folgt mir auf Twitter. Habt ihr andere Erfahrungen im La Tarte gemacht? Dann sagt Bescheid!

12 thoughts on “Französisches Bistro La Tarte in Weimar

  1. Ein Mensch
    6. Mai 2014 at 18:40

    Trotz der überwiegend Postitiven Dinge die genannt wurden, es als “so lala“ zu betiteln finde ich doch sehr gemein und frech…

    Solchen rumkritisierenden Menschen sollte man Gastfreundlichkeit auf höchster Ebene bieten & sie sofort beim nächsten Besuch raus schmeißen oder sofort verbannen.

    Achja, dass man mit solchen Großgeschriebenen Titeln den Ruf der Gastronomie schädigen kann ist dir hoffentlich bewusst, und das nur für die 5 Leute die diesen Blog hier lesen…

    Großkotzig & Frech dieser Beitrag.

    1. Diana
      7. Mai 2014 at 09:32

      Hallo „Mensch“,

      ich verstehe nicht, warum Sie so erbost über diesen Beitrag sind? Etwas besseres kann dem Wirt doch gar nicht passieren. Kostenlose Konstruktive Kritik ist doch heut zu Tage goldwert. Laut Tripadvisor bemängeln wohl auch schon andere Gäste u.a. die langen Wartezeiten. Der Wirt sollte es als Chance sehen. Vielleicht lädt er die Bloggerin ja noch einmal ein, damit der erste Eindruck nicht der letzte war. Ein 2. Beitrag darüber ist betsimmt vom Vorteil.
      Aber mit „Gegenfeuer“ und Hausverbot ist hier wenig geholfen, so etwas feuert die Massen (die 5 Leser) nur noch mehr an. 😉

      Ich persönlich finde, dass Sie mit diesem Kommentar dem La Tarte viel mehr schaden als das es dieser Beitrag tut. Darüber sollten Sie mal nachdenken. Für mich als Leser dieses Blogs erweckt ein solcher Kommentar den Eindruck, dass man im La Tarte nicht mit Kritik umgehen kann. Schade – Kritik sollte man immer als Chance sehen 😉

      Viele Grüße aus Jena
      Einer der 5 treuen Leser dieses Blogs

  2. Gundel
    6. Mai 2014 at 20:36

    Lieber Mensch,
    zunächst einmal freue ich mich, dich im Kreise meiner 5 Leser begrüßen zu dürfen – Willkommen!

    Und ich finde du hast vollkommen recht: Diese gemeinen Gäste kommen in dein Restaurant, erwarten bedient zu werden, sind so frech sich über läppische 1,5 Stunden Wartezeit auf ein Essen zu ärgern und besitzen am Schluss noch die Dreistigkeit den Laden nicht in den Himmel zu loben. Das muss man sich erstmal vorstellen!
    Da finde ich ein Hausverbot auch sehr angemessen. Diesbezüglich eine Frage: Soll das Service Personal auf mein Foto abgerichtet werden oder einfach ein entsprechendes Verbotsschild am Eingang angebracht werden? Bei Letzterem würde ich dir selbstverständlich mein Logo zur Nutzung zur Verfügung stellen.

    Viele Grüße
    Thoringi

  3. Christina
    7. Mai 2014 at 12:39

    Hallo,

    ich finde es wirklich traurig in welche Richtung sich solche Bewertungen entwickeln können.
    Die Dame die den zweiten Kommentar geschrieben hat geht wohl davon aus, das der erste Kommentar vom la tarte selbst verfasst wurde. Wenn Sie so etwas schreibt ist das kaum als konstruktive Kritik zu betrachten sondern als geschäftsschädigend.

    Wenn man am Karfreitag in ein Restaurant geht, kann man davon ausgehen das es voll wird. Das sollte man doch wissen wenn man gern Restaurants besucht. Sicher sind 1,5 Stunden nicht gerade optimal. Das denken auch 60 andere Gäste die gleichzeitig bedient werden wollen. Also entwerder ich habe Zeit oder ich gehe zu Mc Donalds, da bekommt man dann übrigens auch Ketschup.
    Und die Einrichtung so abfällig zu bewerten weil es den eigenen Vorstellungen eines französischen Restaurants nicht einspricht ist auch nicht gerade konstruktiv.

    Bleiben Sie fair, im Sinne des Gastes aber auch des Gastgebers. Niemand ist unfehlbar und jeder Gast hat auch die Möglichkeit direkt am Tisch seine konstruktive Kritik zu äußern. Das gibt auch dem Gastgeber die Möglichkeit auf Ihre Kritik zu reagieren ohne das andere Leute ein negatives Bild bekommen, indem sie so etwas hier lesen, jedoch nie da gewesen sind.

    Liebe Grüße

  4. Elisa
    8. Mai 2014 at 02:43

    Hallo,
    als Mitarbeiterin des „La Tarte“ möchte ich gern zu den im Artikel genannten Aussagen Stellung nehmen und an einigen Stellen Klarheit schaffen, die in meinen Augen Erklärung bedürfen.
    Obwohl unser Gesamtdesign offenbar recht gut bei der Autorin angekommen ist, kritisiert sie das Mobiliar und verweist auf dessen IKEA-Herkunft. Dazu möchte ich sagen, dass unsere Bücherregale zu den wohlbekannten IKEA-Klassikern gehören, was jedoch nicht für Tische und Stühle gilt. Diese wurden von unserer Küchenchefin in aufwendiger Handarbeit weiß lackiert. Natürlich erwarten wir von unseren Gästen nicht, dass sie das ganz konkret wahrnehmen und loben, dennoch halte ich den Kommentar á la „Ich bin Student und kann mir nichts anderes leisten“ für unfair und ungerechtfertigt, denn weniger preisintensiv muss auch nicht immer gleich schlecht sein. Weiterhin wurde mehr Eleganz von unserem französischen Restaurant erwartet, besonders was die groben Gläser betrifft. Dazu muss man aber sagen, dass unsere Wasser- und Weingläser typisch französische Ausstattung und in Frankreich überall zu finden sind. Und auch an dieser Stelle empfinde ich die Autorin als überheblich, denn einfach zu behaupten unser Geschirr und Besteck sei billig, ist in meinen Augen eine ziemlich freche und haltlose Annahme.
    Authentizität ist ein sehr wichtiger Leitfaden im „La Tarte“ und dazu gehört neben der Ausstattung auch das Anrichten der Speisen, die sich im Übrigen in einem Preisrahmen von 14€ bis 22€, nicht 26€, bewegen. Das Preis-Leitungssverhältnis wurde kritisiert, es werden feine Zutaten und schöne Garnierung für die entsprechenden Preise erwartet. Erneut drängt sich mir die Frage auf, woher die Autorin als SEO-Managerin die Kompetenz zu haben glaubt, über die Qualität unserer Produkte richtig geurteilt zu haben. Denn wir verwenden ausschließlich frische und hochwertige Zutaten und die „schnöden und trockenen Pommes“ werden für jeden Gast frisch frittiert. Und ein Salatbouquet im Sinne einer Garnierung gibt es bei unserem französischen Rindersteak nicht, weil wir es auf typisch französische Art anrichten und servieren – mit hausgemachten Pommes frittes und Dijon-Senf. Eben aus diesem Grund war die Kellnerin auch perpelx, nicht aus dem Konzept, als nach Ketchup gefragt wurde, denn zu einem hochwertigen Rindersteak passt das nicht.
    Was die Unzufriedenheit mit dem Service angeht, bin ich skeptisch. Ich möchte keinesfalls behaupten, unser Service sei immer tadellos, aber wenn leere Teller abgeräumt werden, wird immer gefragt, ob noch weitere Wünsche bestehen und gerade zum Schluss, beim Bezahlen, wird nach der Gesamtzufriedenheit gefragt. Wenn es Probleme gegeben hat und etwas nicht wie gewünscht gelaufen ist, dann ist dies der beste Zeitpunkt, es anzusprechen. Zumal die direkt geübte, konstruktive Kritik viel ehrlicher und wertvoller ist, als eine vorgelogene Zufriedenheit, die dann solche Artikel wie diesen nach sich zieht, denn so gibt man dem Gastgeber die Chance, angemessen auf die Kritik zu reagieren.
    Abschließend möchte ich sagen, dass wir von „La Tarte“ jede geäußerte Kritik ernst nehmen und überdenken. Dennoch möchte ich ebenfalls darauf hinweisen, dass man sich vor dem Besuch eines irgendwie kulturell geprägten Restaurants einerseits informieren sollte, welche Standards landestypisch sind und sich andererseits selbst klar werden sollte, was man denn überhaupt erwartet – soll es ein elegantes französisches Restaurant sein oder möchte ich mein Hauptgericht mit Ketchup essen? Denn Eleganz und Ketchup sind doch eher unvereinbare Komponenten. (Das wird natürlich jeder Student bestreiten, aber diesen Lebenstil scheint die Autorin ja auch abzulehnen.)
    Im Großen und Ganzen habe ich mich persönlich sehr über diesen Artikel geärgert. Geschmäcker sind verschieden und nicht jedes Restaurant gefällt. Trotzdem finde ich es wichtig, fair zu bleiben und eine subjektive Meinung auch als solche kenntlich zu machen. In diesem Artikel werden einige sachlich inkorrekte Eindrücke der Autorin wie Tatsachen dargestellt und das lässt für einen Leser, der das Lokal nicht kennt, wenig Raum zum reflektierten Hinterfragen. Unser Restaurant wirkt abstoßend und dieser Artikel somit geschäftsschädigend für uns.
    Wir bedauern, dass diese Gäste so offensichtlich nicht zufrieden mit uns waren.
    Beim nächsten enttäuschenden Restaurantbesuch wäre es aber für die Zufriedenheit aller Beteiligten am besten, die Probleme direkt anzusprechen und beim Verfassen einer Rezension stärker zu betonen, dass es sich bei den Schilderungen um ganz persönliche, subjektive Eindrücke und Meinungen handelt, die nicht zwingend der Wahrheit einsprechen müssen.

  5. Gundel
    8. Mai 2014 at 18:02

    Hallo Elisa,
    vielen Dank für deine Meinung und deinen ausführlichen Kommentar.
    Ich möchte darauf hinweisen, dass selbstverständlich alle Meinungen auf dieser Seite meine persönlichen Eindrücke und somit subjektiven Empfindungen widerspiegeln. Ich dachte, das wäre bei einem privaten Blog offensichtlich, zumal im Abbinder neben dem Bild erwähnt, gern nehme ich den Hinweis jedoch auf und werde in Zukunft separat darauf hinweisen.

    Abschließend möchte ich anmerken, dass ich normalerweise beim Bezahlen kein Blatt vor den Mund nehme und sowohl eventuelle Kritikpunkte als auch Lob direkt ausspreche, was jedoch nicht an meiner nachfolgenden Rezession ändert. Da wir an diesem Abend jedoch eingeladen wurden, fand ich dies meine Begleitern gegenüber jedoch unhöflich.

    Sollte ich bei meinem nächsten Frankreich Urlaub IKEA Gläser in jedem Restaurant finden, werde ich den orbigen Artikel selbstverständlich anpassen.

    Viele Grüße

  6. Pseudointul-kluger
    9. Mai 2014 at 17:41

    Super Blog! Werde nie wieder ins La Tarte gehen, auch wenn ich noch nicht da war.

    1. Michael
      31. Oktober 2016 at 13:27

      Das macht Sinn: noch nie dagewesene sein und nie wieder kommen!?!

      1. Gundel
        4. November 2016 at 12:38

        Ich war doch da. Offensichtlich bin ich nun nicht mehr erwünscht 😉

  7. Peter Müller
    20. März 2017 at 00:11

    Wir haben ein Vierteljahrhundert in Paris gelebt, ich setze das an den Anfang, um klar zu sagen, aus welcher Sicht ich diese Sätze schreibe.
    1. Dieses Bistro hat eine Seele (une âme). Das ist ziemlich wichtig und nicht mal in Paris noch oft anzutreffen. Woher die Möbel stammen ist mir da ziemlich egal.
    2. Wir haben das 3.Gang Mittagsmenü gegessen, köstlich für ein Bistro. (ist ja kein Spitzenrestaurant)
    3. Wir wären froh, wenn es so etwas bei uns in Jena gäbe.
    4. Wir waren glücklich und das ist selten geworden bei all der Mittelmäßigkeit, die uns in deutschen Restaurants oft geboten wird. Und dabei haben wir nur Mineralwasser getrunken.
    5. Vielleicht hatten wir auch nur Glück. Aber das liegt vielleicht in der Sichtweise begründet.
    6. Und wir haben uns geschworen wieder dahin zu gehen.

    Und wenn Sie mal in Paris sind gehen Sie bitte zu meinem Freund Robert in das „Café de la Tourelle“ 5, rue Hautefeuille 75006 Paris (ganz dicht am Place Saint-Michel). Dann werden Sie verstehen, was ich mit Seele meine.
    Und grüßen Sie ihn bitte von mir.
    Mit freundlichem Gruß
    PM

    1. Gundel
      27. März 2017 at 16:42

      Hallo Peter,
      danke für deinen Input.
      Vielleicht hat sich in den letzten Jahren was getan, oder ich hatte wirklich einen schlechten Tag erwischt. Mittlerweile ist es auch eher die Art und Weise, wie der Besitzer mit meinem Artikel umgeht, als das Erlebnis vor 3 Jahren, was mich davon abhält, je wieder dort zu essen.
      Ich bin im Juni in Paris, vielleicht habe ich ja Gelegenheit, dem Café deines Freundes einen Besuch abzustatten. Hast du noch weitere Paris-Tipps?

      Liebe Grüße
      Gundel

    2. Rita
      30. April 2017 at 11:15

      die Seele kann ich nur bestätigen , ich habe mich sooo, wohl gefühlt, das Essen war genial, ich war begeistert, Zeit ist so kostbar , man sollte sie sich nehmen, ich komme wieder logo DANKE

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