Essgewohnheiten auf Madeira – viele Tipps

Hallo, Ihr Lieben,

heute wie versprochen etwas zu unseren Essgewohnheiten hier. Es gibt zum Einkaufen 2 Sorten großer Märkte- der Continente, vergleichbar mit Kaufland bei uns und der Pingo Doce, eher wie ein Edeka- Markt. Die Preise sind den deutschen sehr ähnlich, nur bei Fleisch wesentlich billiger. Das Kilo Rinderfilet kostet 14,80 EUR. Es wird viel Rind und Huhn gegessen, aber auch sehr viel Gemüse. Das kaufen wir am liebsten auf den richtigen Bauernmärkten, wo es- im Gegensatz zu uns- billiger ist als im Supermarkt.

Essgewohnheiten auf Madeira

Selbst in der größten Touristenattraktion, dem Gemüsemarkt in Funchal- ist es im Erdgeschoß billig, da direkt vom Bauern. Im 1.OG wird gerne Touri- Nepp betrieben: „Madame- kosten, kosten!“ Alles wird einem hingehalten und jeder nimmt sich mit den Händen davon, was ich ganz schön unhygienisch finde. Da sollte man schnell durchgehen, denn einmal in den Fängen, kostet das Obst immens.

Marmelade selber machen

Die Zutaten für unsere Schinken- Porree- Röllchen haben zusammen 2,34 EUR gekostet. Mit Kartoffeln. Die sind hier der Hammer- knackfrisch, köstlich und zwischen 0,60 und 0,80 EUR/Kilo. Wir haben gestern auch schon eine wunderbare Mango-Orange-Rosmarin- Marmelade gekocht. Es sind 6 Gläser geworden und wir werden sie sicher alle an Freunde verschenken. Vorige Woche hatte unsere Schweizer Freundin Olga Geburtstag. Wir haben ihr alle gemeinsam eine Torte gebacken und sie hat uns zum Antonio eingeladen. Antonio ist ein super- Typ, der in Canico das Restaurant „a vista d´antonio“ führt. Er spricht auch ein gutes Schwitzer- Deutsch und hat für alle Probleme eine Lösung. (Olga:“ Antonio, weißt Du eine kleine Wohnung in der Nähe des Spitals, die Tochter unserer Freundin macht dort bald eine Ausbildung?“ 1 Anruf – und die Wohnung war gemietet.)

Essen im Restaurant auf Madeira

Man muss immer bestellen (00351/291933431). Es gibt keine Karte, sondern man sagt einfach, für wieviel Personen das Essen sein soll. Er bringt dann zum köstlichen Wein Unmengen von Fleischbergen auf den Tisch, Pommes und Salat, natürlich Bolo de Caco, das typische Knoblauchbrot. Das Fleisch bereitet er im offenen Feuer in seinem Restaurant in einer Art Backöfen zu. Wir waren 7 Personen, haben alle gut gegessen und getrunken und Olgas Mann hat unter 100 EUR dafür bezahlt. Das Essen zog sich über 4 Stunden hin. Man trinkt hier ziemlich viel guten Rotwein, weniger Bier und das Nationalgetränk ist Poncha, ein sehr süßer Mix aus Maracuja- oder Orangensaft und Zuckerrohrschnaps. Etwas für Touristen. Richtige Männer trinken hier Maceira- einen einheimischen Brandy (4Sterne) für unter 10 EUR die Flasche.

Ach ja, etwas hat Uwe hier auch endlich mal erfolgreich ausprobiert- einen guten Hefeteig, den er 1x pro Woche ansetzt und dann wahlweise jeden Morgen frische Brötchen macht oder- wie bei einem schönen Abendessen mit unseren englischen Freunden einen Zwiebelkuchen. So, nun habe ich Euch allen hoffentlich Appetit auf Madeira gemacht.

Nächste Woche gibt es wieder mehr Wander- und Naturtipps. Liebe Grüße. Uwe und Sylke

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