Eine Levada Tour und ein langer Tunnel

Levada Wanderung mit TunnelMittwoch 06.02.2013

Hallo, Ihr Lieben, ein kurzer Bericht über die letzten 3 Tage, bevor ich ab morgen sicher nicht mehr so viel Muse dazu habe, weil unsere kleine Kröte kommt. Aber wir freuen uns sehr auf sie… Am Montag war großer Tourentag in den Bergen. Dazu sind wir bis zum Christo Rei gefahren- einer großen Marmor- Christusstatue und eine göttliche Levada bei tollem Sonnenschein gelaufen, was dort oben auf dem Pass nicht immer so ist. Auf der Nordseite der Insel war unter uns eine geschlossenen Wolkendecke, auf der Südseite strahlender Himmel und wir sind wie auf einer Wetterscheide gelaufen. Rast haben wir unter dieser schönen Kiefer gemacht, die sicher schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Die Tour hat wie fast immer 5 Stunden gedauert, danach schön in den Pool und Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Obwohl ich den gleichen Koch habe wie zu Hause 😀 schmeckt das Zeug hier einfach viel besser- so südländisch eben. Witzigerweise haben wir festgestellt, dass wir bei diesem Meeresklima (wir sind ja 24 Stunden am Tag dierekt in Seenähe), viel mehr Salz an unser Essen machen. Wahrscheinlich weil der Salzgehalt der Luft so hoch ist, tritt ein Gewöhnungseffekt ein. Gestern wollten wir zur Erholung mal eine kleine Tour laufen zu den Risco- Wasserfällen. Leider ist das auch eine sehr beliebte Touristrecke und es nervt einfach, wenn man aller 10 Minuten aus der Levada treten muss, um eine „geführte Wanderung “ von Turnschuhtouristen durch zu lassen. Da hat es uns gepackt und wir haben die Strecke kurzerhand erweitert um ein schönes Stück, was wir im Vorjahr nicht geschafft haben. Der Rückweg war dann über diesen ellenlangen Tunnel, aber wir haben ihn prima gemeistert, wussten ja vom Vorjahr, dass er irgendwann aufhört. Uwe hat gestoppt. Es waren 26 Minuten unter Tage, wobei wir ein paarmal das Licht der Stirnlampen ausgemacht haben, um diese unendliche Stille und Tiefe des Berges zu spüren. Geiles Gefühl, wenn die Lampe dann wieder anspringt…. Gestern abend waren wir zum Spießessen in Joe`s Bar. Leider waren fast alle Tische mit deutschen Touris besetzt- muss wohl am Montag als Geheimtipp in irgendeinem Reiseführer gestanden haben. Ich hasse so was, wenn diese Ursprünglichkeit in so einer Fischerkneipe flöten geht. Werden das nächste Woche mit Gundel nochmal überprüfen. Heute war richtiger Ruhetag- Wäschewaschen, ein bisschen sauber machen- es kommt zwar 1x die Woche die Putzfrau Lucia, aber die hat einen anderen Standard an Sauberkeit als EU-oder Iso- Norm. Die schwatzt ganz viel von ihrem irischen Mann, dem Säufer, der sie vor 8 Jahren mit 3 Kindern sitzengelassen hat und welches Haus in Jardim mal wieder zum Verkauf steht. In der Hinsicht also ganz praktisch. Heute Mittag hat Uwe seine göttlichen Kartoffelpuffer gerieben, dafür würd ich ihn wieder heiraten. Er fand übrigens, dass das eine außergewöhnliche Anmache wäre- „Kennst Du eigentlich schon meine Kartzoffelpuffer?“ Nun wollen wir noch ein paar Zapfen sammeln für ein schönes Knäckerchen in der Sommerküche zum Kartenspielen. Liebe Grüße Uwe und Sylke

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