Ein Tag in Amsterdam – Sightseeing Trip

Meine Sightseeing Tour durch Amsterdams Altstadt beginnt mit einer Grachtenfahrt durch den Hafen und die Innenstadt-Grachten. Dank der IAmsterdam City Card ist diese einstündige Grachtenfahrt kostenlos.

Die kleine Nussschale fährt vom Hollande International Dock gegenüber des Hauptbahnhofes alle halbe Stunde ab, normalerweise kosten die Tickets 15 Euro pro Person.

Abfahrt der Grachtentour von Holland International

In dem gemütlichen verglasten Boot werden den Touristen Sehenswürdigkeiten in Holländisch, Deutsch und Englisch erklärt. Zunächst machen wir einen kurzen Abstecher zum Amsterdamer Hafen, am wissenschaftlichen Museum im NEMO Gebäude vorbei. Hier kreuzen zahlreiche Fähren vom Nordteil Amsterdams, auch das andere Amsterdam genannt, zum Hauptteil der Stadt. Diese Fähren sind im Gegensatz zum restlichen öffentlichen Nahverkehr für Passagiere kostenlos. Im Amsterdamer Hafen gibt es übrigens kein Salzwasser. Da riesige Meeresschleusen den Hafen vom Meer abgrenzen, herrscht hier Süßwasser vor, auch Ebbe und Flut sucht man vergeblich. Nachdem wir den auf drei künstlichen Inseln errichteten Hauptbahnhof hinter uns gelassen haben, nutzt das Sightseeing Boot eine der Grachtenschleusen zu den Altstadtgrachten. Diese 16 Eingänge in das Grachtensystem Amsterdams werden heutzutage zum Spülen des Grachtenwassers genutzt, einer fünf Mal wöchentlich stattfindenden Säuberung.

Eine Grachtenrundfahrt im Amsterdamer Hafen

Amsterdam Hafen NEMO Gebäude

Vom Hauptbahnhof aus verlaufen die drei Stadtringgrachten Herrengracht, Prinzengracht und Kaisergracht, oder wie die Holländer so niedlich sagen, Herengracht, Prinsengracht und Keizersgracht. Eine tolle Sprache! Diese drei Hauptgrachten wurden im 17 Jahrhundert im Rahmen der Stadterweiterung angelegt. Zur gleichen Zeit wurden circa 500 der 1200 Brücken in Amsterdam erbaut.

Im Altstadtkern Amsterdams werden die romantischen Grachten von reich verzierten Patrizierhäusern gesäumt. Diese für Holland typischen Grachtenhäuser haben große Fenster, man kann direkt in das Leben der Anwohner blicken. Auch auffällig an diesen Häusern sind die Hebevorrichtungen im Giebel. Diese wurden früher zum Transport von Waren in die Häuser genutzt. Da die Treppenhäuser zugunsten mehr Wohnraum sehr eng gehalten sind, werden die Hebehaken noch heute bei zum Beispiel Umzügen genutzt.

Unterwegs auf Amsterdams Grachten

Eine Grachtenrundfahrt ist natürlich sehr typisch Touri, aber eine tolle Möglichkeit, die Schönheit Amsterdams vom Wasser aus zu erkunden und sich einen ersten Überblick über die Stadt zu verschaffen.

Weiter geht die Sightseeing Tour mit einem ausgedehnten Spaziergang vom imposanten Hauptbahnhof bis hin zum Blumenmarkt. Dabei versuche ich die überfüllten Hauptshoppingstraßen zu meiden und laufe lieber parallel in kleinen niedlichen Gässchen. Auch hier sind einige Shops zu finden, allerdings haben diese weniger den typischen touristischen Charakter.

Schaufenster eines Headshops in der Amsterdamer Innenstatd

Es fällt mir schwer, die liebevolle Weihnachtsdekoration und die aufwändig gestalteten Schaufenster der kleinen feinen Boutiquen mit den fluoreszierenden und sehr grellen Headshops in Einklang zu bringen, die man hier an wirklich jeder Ecke findet. Kurze Aufklärung für jemanden den es interessiert: in Headshops kann man Hanf-Samen aller Art und Zubehör wie Bongs kaufen. Nur in Coffee Shops kann man das in Holland so allgegenwärtige Gras an sich kaufen und entweder dort direkt rauchen oder mitnehmen. Tatsächlich scheint es in Hollands Hauptstadt das natürlichste der Welt zu sein, mitten am Tag beim Shopping eine Tüte zu rauchen. Naja, riecht ja immerhin ganz nett.

Nach einigem Suchen habe ich auf meiner Tour auch einen schönen, sehr versteckten, Bücherflohmarkt ausfindig gemacht. Dieser befindet sich unweit des berühmten Bloemenmarkts in einer Seitengasse. Hier kann man holländische aber auch englische gebrauchte Bücher für ungefähr 4 Euro das Stück kaufen.

Ein Shoppingtipp: Wenn ihr ungewöhnliche und individuelle Läden sucht, dann geht vom Hauptbahnhof westwärts. Hier erreicht ihr den Dam. Folgt einfach den drei Hauptgrachten südlich, immer kreuz und quer. Hier liegen viele tolle Shops und kleine Boutiquen.

Meine Sightseeingtour durch Amsterdam gipfelt im Museumsbezirk. Hier finden sich die berühmten Museen Rijk, das Van Gogh Museum und zahlreiche mehr. Allein das riesige Hauptgebäude des Museumsplein ist sehenswert. Auch sehr beliebt bei Touristen ist der übermannsgroße freistehdende Schriftzug „Iamsterdam“. Hier klettern zahlreiche Touristen auf der Suche nach dem perfekten Urlaubsschnappschuss herum. Leider bekommt man nie einen klaren Shot des gesamten Schriftzugs, mit dem Museumsgebäude im Hintergrund wäre das wirklich ein gelungenes Foto. Mein Ziel war das Diamantenmuseum.

I Amsterdam im Museumsbezirk

Beliebtes Fotomotiv bei Touristen: der Iamsterdam Schriftzug.

Wie ein wahr gewordener Mädchen-Traum werden hier kostbare Diamanten ausgestellt. Rohdiamanten, einzelne geschliffene Stücke aber auch feinfertig verarbeitete Kostbarkeiten. Neben glänzenden Augen bekommt man hier auch einen Einblick in den Diamanten Abbau, die Verarbeitungsschritten und den Diamantenhandel. Außerdem kann man Schleifern bei der Bearbeitung der kostbaren Edelsteine zuschauen. Jeder, der ein Limit auf der Kreditkarte hat, würde ich raten den angeschlossenen Museumsshop zu meiden.

Im Diamantenmuseum im Amsterdamer Museumsbezirk

Fix und fertig von einem langen Tag in Amsterdam und zahllosen zu Fuß zurückgelegtem Metern hat mein Abend in einer kleinen Bar am Rembrandtplein ein gemütliches Ende gefunden.

 

 

 

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