Blogger-Interview: 2malweg verraten ihre Reisegeheimnisse

Diesmal habe ich Kerstin und Constantin von 2malweg.eu gründlich ausgefragt und die beiden geben willig Auskunft.

Gerade in Anbetracht meiner eigenen ersten langen Backpackingreise, bin ich sehr froh, dass sie mich und damit auch euch an ihren Erfahrungen teilhaben lassen.

1.) Eure Weltreise hatte unzählige Stationen – wie habt ihr euch darauf vorbereitet? Wie seid ihr an die Planung dieser riesen Reise gegangen?

Reiseroute von 2malweg

Die Reiseroute der beiden
@2malweg.eu

Ganz ehrlich – wir haben eher wenig geplant. Irgendwann 2013 haben wir beschlossen eine längere Auszeit zu nehmen, um zu reisen. Am meisten Planung haben wir in das ganze Thema „Was muss ich tun, wenn ich mich ein Jahr oder länger vom Bürgerleben abmelden möchte“ gesteckt, also so Dinge wie Arbeitslosigkeit, Versicherungen, Wohnsitz, etc. Unsere ganze Reiseplanung bestand aus einem One-Way Flug nach Kathmandu und der festen Buchung einer Trekking-Tour durch das Annapurna Gebirge. Der Rest ergab sich während der Reise. Gerade in Südostasien ist es sehr einfach ‚planlos‘ zu reisen. Die Infrastruktur an Guesthouses und günstigen Hotels ist groß. Bus- & Zugverbindungen gibt es reichlich und sind einfach zu buchen. Mehr dazu gibt es in unserem Post ‘No Plan is a good Plan’.

2.) Welches Land hat euch ganz persönlich in Südost Asien am besten gefallen und warum?

Vorne weg – wir sind keine Strandurlauber. Uns zieht es immer eher in die Berge oder Städte. Sandstrände, Palmen und türkisfarbenes Meer interessieren uns weniger. Auch halten wir uns mit Superlativen zurück, also gibt es kein „Das Beste“. Aber es gibt natürlich Länder, in die wir gerne wieder reisen wollen. Indonesien gehört da definitiv dazu. Wir waren ausgiebig auf Java und Bali, aber hatten dann leider nicht mehr genügend Zeit für Sumatra mit seinen riesigen Regenwäldern und Orang-Utans.

Atemberaubende Beobachtungen der Orang Utas in Sumatra

Orang Utas in Sumatra
@2malweg.eu

3.) Was sind eure Top 3 Erlebnisse in Südost Asien – was muss ich dort aus eurer Sicht unbedingt machen?

Auch hier – keine Superlativen, keine Top-10 Listen. Sehr entspannend war Silvester in Muang Ni  Laos. Ein Dorf das man nur mit dem Boot erreichen kann (könnte sich inzwischen geändert haben) und das erst seit letztem Jahr an die Stromversorgung angeschlossen ist. Aber es gibt schöne Guesthouses und in der Umgebung kann man auch bei Familien Homestays unternehmen.

Gunung Bromo in Bromo-Tengger-Semeru National Park @2malweg.eu

Gunung Bromo in Bromo-Tengger-Semeru National Park
@2malweg.eu

Unsere Jeep-Tour zum Gunung Bromo Vulkan [http://www.2malweg.eu/2014/11/to-gunung-bromo-off-beaten-track.html] war auch ein echtes Highlight unserer Reise.

In Thailand haben wir uns ja gleich in den Norden aufgemacht. Ein Erlebnis das uns dabei immer im Kopf bleiben wird war die 2-Tages Trekking Tour mit unserem lokalen Führer Salawin inklusive einer Übernachtung in einem Hmong-Dorf.

4.) Kommen wir zum Thema Ausrüstung und Gepäck. Welche 5 Gegenstände/Kleidung sind für euch unverzichtbar gewesen und welche 5 hättet ihr auch getrost daheim lassen können?

Unverzichtbare Ausrüstung:

  •  Vorhängeschloss – für Hostel & Guesthouse Türen
  • Wir schwören auch auf Rucksackhüllen. In vielen Ländern ist man viel mit dem Bus unterwegs. Da schützen solche Hüllen zusätzlich und bieten ausserdem Schutz vor Diebstahl.
  • Stirnlampen – brauchen wir ständig. Man will ja im Hostel nicht immer das Licht anmachen, wenn man mal später kommt oder was lesen will. So verhindert man, das man andere stört
  • Öhrstöpsel – garantieren ungestörte Ruhe. Egal ob im Schlafsaal, Bus oder Flugzeug.
  • Und für die Damen: Tampons (gibt es nicht überall ohne weiteres zu kaufen) und ein Sarong, praktisch bei Gemeinschaftsbad im Hostel.

Nur Ballast

  • überfrachtete Reiseapotheke. Ein paar Ibuprofen, Pflaster und etwas Jod reicht. Alles andere bekommt man auch vor Ort.
  • zu viel Elektronik (iPad und iBook) inkl. Ladegeräten

5.) Für mich ehrlich gesagt noch ein ganz abschreckendes Thema sind Visa. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Habt ihr eure Visa vor der Reise organisiert oder bei Einreise?  Was sind eurer Meinung nach die größten Fehler, die man beim Visum machen kann?

Da ist glücklicherweise überhaupt kein Problem in Südostasien. Wer mit dem Flugzeug einreist bekommen überall ein Visa-On-Arrival ausgestellt. Auf dem Landweg ist es manchmal etwas schwieriger, aber das einzige Land für das wir uns unterwegs ein Visa besorgen mussten war Vietnam, weil wir über dem Landweg einreisen wollten. Das war aber kein Problem, es gibt genügend Botschaften und Konsulate in den Ländern, so dass man ohne Probleme auch vor Ort noch eine Visa besorgen kann. Eher ein Problem ist, das man in Südostasien meist nur für 30 Tage ein Visum bekommt. Das kann schonmal zu wenig Zeit sein. Man sollte auf jeden Fall genügend Passbilder mit dabei haben und bei den Grenzübertritten etwas Geduld mitbringen. Der größte Fehler den man machen kann ist sicherlich alle Visa bereits in Deutschland und wo möglich noch über eine Visa-Agentur zu besorgen – das Geld gibt man lieber vor Ort aus.

6.) Wie habt ihr von unterwegs gebloggt? Tablet, Laptop oder klassisch Internet Cafe?

In Südostasien waren wir gut ausgestattet: iPhone’s, iPad und MacBook. Internet gibt es praktisch in jedem Restaurant und Hostel, dazu noch kostenlos. Wir waren deshalb nie auf Internet Cafés angewiesen. Vor Ort haben wir uns zusätzlich noch immer eine Pre-Paid SIM Karte gekauft. So konnten wir günstig lokal telefonieren und auch mal mobil ins Internet.

7.) Ich stelle es mir sehr schwer vor, nach monatelangem Reisen wieder in ein geregeltes Leben in Deutschland zurück zu finden. Wie habt ihr das erlebt? Habt ihr Tipps?

Am besten fragst Du uns da nochmal in 6 Monaten. Im Moment sind wir noch voll im Angekommen. Aber wir haben schon wieder eine neue Wohnung und Constantin arbeitet auch schon wieder. Das wichtigste ist denken wir, dass man sich nicht die Reise damit verdirbt, das man zuviel an das denkt was ist, wenn man wieder zurück ist. Wir waren immer der Meinung das sich irgendwie immer alles fügen wird – und so ist es dann auch. Ein Tipp ist in jedem Fall einen Blog zu schreiben bzw. über Facebook oder andere Kanäle mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben.

Und “Am Ende wird alles Gut. Und wenn es nicht Gut ist, dann ist es noch nicht das Ende“

Blogger 2malweg im Thoringi InterviewWenn  ihr noch mehr tolle Tipps von Kerstin und Constantin wollt, dann schaut unbedingt auf ihrem Blog vorbei und folgt ihnen auf allen Kanälen!

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Ich sage Danke für das tolle Interview. Wenn ich vor der Reise oder sogar unterwegs noch Fragen habe, werde ich mir weitere Tipps von euch holen!

 

One thought on “Blogger-Interview: 2malweg verraten ihre Reisegeheimnisse

  1. Nikki
    15. August 2015 at 11:28

    Sehr schön! Da hat sich deine Selfie-Stick-Frage hoffentlich von selbst beantwortet 😉

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