Bestattungsrituale auf Madeira und andere Sonderlichkeiten

Bestattungsrituale auf MadeiraHallo, Ihr Lieben, heute will ich mal etwas zu den hiesigen Bestattungsritualen erzählen. Wir waren- morbid, wie wir veranlagt sind, auf dem größten Friedhof in Funchal, gerade zu einer Zeit, wo „Veranstaltung“ war. Diese Bestattung fand in einer Familiengruft statt, wie man sie auch von Friedhöfen in Paris und London kennt. In einem kleinen Häuschen gibt es eine Art Altar, wo Bilder der Verstorbenen und viele Kunstblumen stehen. Davor hatte ein kleiner Bagger ein ca. 3-4 Meter tiefes Loch ausgegraben und es kamen 3 übereinanderliegende Kammern zum Vorschein mit Griffen, die aufgeschoben werden und der Sarg darin versenkt wird. Aber das sind die wenigsten, die so bestattet werden. Die meisten haben- wie bei uns auch, ein kleines Urnengrab mit einem bunten Porzellanbild drauf. So, nun widmen wir uns mal wieder den Lebenden
Auf den Bergen
Diese Woche haben wir wieder 3 schöne Touren gemacht und ich weiß nicht, ob es an mir liegt, aber alle Tierkinder sind sehr verschmust mit mir….Den Abschluß einer Tour oberhalb von Machico bildete
nochmal ein Besuch im Fischrestaurant, wo ich mich bei einer Riesenportion Shrimps so richtig ausleben konnte. Übrigens für 5,00 EUR der ganze Teller. Uwe hat auch eine gegessen- er will dieses Jahr alles kosten, bleibt aber doch der Steakfreund. Eine besonders schöne Tour haben wir über den Wolken gemacht. Wir sind mit dem Auto zum Pico Areiro gefahren, das Wetter sah von unten gar nicht gut aus, aber die letzten Meter sind wir durch die Wolkendecke gestoßen und im vollen Sonnenschein gelaufen. Kurz unterhalb des sogenannten
Eishauses geht eine neue Straße ab. Die sind wir bis zum ersten Rastplatz gefahren und dann zu ominösen Steinkreisen gelaufen, deren Bedeutung sich uns auch aus der Nähe nicht so richtig erschlossen hat. Die anschließende Tour entlang einer kleinen steil bergab führenden Levada mussten wir an einer gefährlichen Stelle abbrechen. Uns haben die Knie gezittert und wir waren mitten in den dunklen Wolken. Also- kein Risiko. Auf dem Rückweg hat Uwe nackt in einem Wasserfall geduscht- die Bilder erspare ich Euch lieber. Wir sind keiner Menschenseele begegnet.
Draußen schlafen am Atlantik
Diese Woche haben wir einmal im Freien übernachtet, die Vorbereitungen dazu seht Ihr auf dem letzten Bild. Es war sternenklar, aber das Meer hat so gewaltig ans Steilufer geschlagen, dass wir es nur bis Mitternacht ausgehalten haben und dann ins warme Bett geflüchtet sind. Aber es war mal eine schöne Erfahrung, ein bisschen wie Nachtwanderung im Ferienlager….
Morgen abend sind wir bei unseren englischen Freunden zu einer Curry- Party eingeladen. Mathew, der Poolboy, will indisch kochen und es sind 16 Personen dazu geladen. Wird sicher wieder ein spannender Abend. Liebe Grüße.
Uwe und Sylke

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