Aufregung in Jardim do Mar

Grüne Hügel von MadeiraHallo, Ihr Lieben. Vorige Woche war Riesen- Aufregung wegen eines spektakulären Entführungsfalles im Nachbarort. Bei einer Kriminalitätsrate von unter 0,1% durchaus verständlich. 5 Tage lang war ein kleiner Junge von 18 Monaten verschwunden, jeden Tag gab es neue Enthüllungen in der Zeitung und das Thema wurde abendlich in jeder Bar diskutiert. Zum Glück wurde der Kleine vorgestern in der Levada Nova ca. 6 km von seinem Elternhaus entdeckt, völlig unbeschadet, satt, zufrieden und sauber. Man nimmt an, dass ihn jemand mitgenommen hat und ihn dann, als die Sache zu brenzlig wurde, wieder ausgesetzt hat. Na, es ist ja nochmal alles gut gegangen, aber die Aufregung war doch groß.
Vorigen Sonntag hatten wir unsere englischen Freunde zum Abendessen da und Uwe hat sich wieder mal in die englischen Herzen gekocht mit Kürbiscremesuppe, Kartoffel- Lauch- Auflauf, Hähnchenspießen mariniert mit Soja und Honig und einer gebackenen Banane an einer Kugel Eis. Die genießerischen Eßgeräusche von Ray waren unbeschreiblich. Nun sind wir am Mittwoch zu einem Gegenbesuch eingeladen, wobei sich die Hausfrau schon vorab für ihre Kochkünste entschuldigt hat 😀 Aber es ist auch so immer ein netter Abend, am Sonntag haben wir 5 Stunden am Stück nur englisch gesprochen, mit jedem Rotwein besser.
Die Aussicht entschädigt für die Strapazen der Wanderung

Von einer tollen Tour gestern möchte ich noch berichten. Unser Ort Jardim do Mar ist wegen seiner Lage vor einer 500 Meter hohen Felswand der wärmste und geschützteste Ort der Insel. Und genau diese Felswand sind wir gestern erklommen. Der Aufstieg bei sengender Hitze dauerte gut 1,5 Stunden, wobei die Strecke nur 1,8 km lang ist, aber einen Höhenunterschied von 495 Metern überwindet. Als ich dachte, jetzt haben wir es gleich geschafft, kamen uns von oben Franzosen entgegen, die berichteten, sie steigen schon 1 Stunde(!) bergab. Ich war fix und alle und habe mir so überlegt, wenn einer von uns beiden jetzt einen Herzinfarkt bekommt, auf welchem Kaktusblatt wohl der Heli landet. Die einzigen Oasen zwischendurch waren mal ein paar Zuckerrohrbüschel oder eine Wasserwand, bei der ich mich erstmal ausziehen und duschen mussste…. Oben angekommen, haben wir in Prazeres ein dringendes Getränkebedürfnis befriedigt, wobei die Bar sehr witzig war- es gab u.a. ein Spendentöpfchen für Justin Bieber (?) Der Abstieg nach Paul do Mar dauerte auch nochmal eine gute Stunde, wobei die Anstrengung nicht zu vergleichen war. Nur für Kniegeschädigte ganz schlecht. Wir haben dann unter unserem Gummibaum aufs Brötchenauto gewartet und sind durch den 2,5 km langen Autotunnel zurückgelaufen. Aber das beste an der Tour war- wir haben laut Uwes neuer App auf dem Handy 2100 kcal verbraucht, Weight Watcher-Aktivitäten-  Punkte sind nach oben geschossen.   Liebe Grüße. Uwe und Sylke

glücklich aber geschafft - wieder daheim

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