5 Gründe, warum du Geocachen gehen solltest

Ein Hobby öffnet Einheimischen die Augen für die Schönheit der eigenen Heimat

Geocachen ist längst kein Insider-Hobby mehr – seit Jahren vergrößert sich die Anhängerschaft dieser Schnitzeljagt für Erwachsene gewaltig. Für alle, die nicht wissen wovon ich rede:

beim Geocachen werden zumeist kleine Dosen mit einem Logbuch versehen und versteckt. Die Koordinaten dieses Verstecks werden an die Geocaching Community weitergegeben, diese macht sich dann auf, das Versteck zu finden. Der Finder der Dose verewigt sich dann in eben jenem Logbuch und versteckt die Dose so wie er sie zuvor aufgefunden hat.

Also im Klartext bedeutet das, dass erwachsene Menschen mit teurem Outdoor-Equipment und einem GPS Gerät ausgerüstet durch den Wald streifen um erdige Tupperdosen zu suchen.

Genauso abwertend wie der obere Satz klingt, war ehrlich gesagt auch meine Meinung dieser Trendsportart in der Outdoor-Szene. Aber da man ja nicht meckern soll, bevor man etwas selbst ausprobiert hat, habe ich mich selbst auf die Suche nach Caches gemacht. Und was soll ich sagen – I like it!

1.) Geocachen gibt Stromern ein Ziel

Ich gehe sehr gern spazieren. Nach stundenlangem Sitzen vorm PC habe ich einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Doch so gern ich per Pedes unterwegs bin, so sehr widerstrebt es mir, ziellos durch die Welt zu bummeln. Ich brauche immer einen Grund zum Spazierengehen. So kommt es, dass ich manchmal in den am weitetesten entfernten Supermarkt laufe, nur um eine Dose Katzenfutter zu kaufen.
Dank Geocaching brauche ich keine Ausreden mehr für ziellose Spaziergänge. Denn Caches verstecken sich überall. Mithilfe der Kartenansicht auf der Webseite kann ich mir Caches in meiner Nähe raussuchen und zielstrebig loscachen. Eigentlich ist Geocachen für mich eher ein Vorwand zum Spazierengehen.

2.) Geocachen zeigt dir verborgene Orte deiner Heimat

Geocaches in Weimar

Übersicht der Geocahces in Weimar

Ich bin schon tausendmal durch die Weimarer Innenstadt gejagt – mit klarem Ziel vor Augen und nur selten Zeit für Seitenblicke. Natürlich kenne ich die Highlights, erkenne die Sehenswürdigkeiten der Stadt im Schlaf. Aber seitdem ich nach Caches suche, fällt mir auf, wie oberflächig meine Weimarer-Ortskenntnisse sind.
Die Caches führen mich zu verschiedenen Orten in der Stadt, in denen ich zuvor nie war. Oder einzelne Stationen von Multi-Caches führen mich zu Orten an denen ich zwar oft bin, aber erst durch das Lösen der Aufgabe (damit ich die Koordinaten für die nächste Station bekomme) sehe ich mich mit wirklich offenen Augen um. Lese ich mir Infotafeln durch. Suche ich meine Umgebung bewusst ab. Und plötzlich entdecke ich Dinge, die mir nie zuvor aufgefallen sind.

(c) Twitter Tweet einer Geocacherin

(c) Twitter Tweet einer Geocacherin

3.) Geocachen weckt das Kind in dir

Zu diesem Punkt muss man wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Rätsel lösen, Spuren verfolgen, auf verborgenen Pfaden wandeln und sich dabei auch noch dreckig machen dürfen oder gar müssen. Wann durften wir Erwachsenen das letzte Mal unser inneres Kind so offen ausleben als beim Cachen? Und als Belohnung wird der Find geloggt – das weckt auch noch den Sammlertrieb und Wettbewerbsinstinkt im neu erwachten Kind.

Beim Cachen

4.) Geocaches sind Insider-Tipps in der Fremde

So, wie mir Caches tolle Plätze in meiner eigenen Heimat zeigen, sind sie auch eine tolle Art und Weise, um fremde Städte kennenzulernen.
Viele Caches habe eine ausgeklügelte Geschichte und Beschreibung und führen den Suchenden häufig zu geschichtlich bedeutsamen oder touristisch beeindruckenden Orten. Oder einfach zu den Lieblingsplätzen der Cache-Verstecker. Und damit sind Geocaches wahre Insidertipps.
Vor einer Reise in eine unbekannte Stadt würde ich euch empfehlen, nehmt euch Zeit die Caches zu erkunden. Besucht die Webseite und lasst euch die Caches anzeigen. Lest euch in Ruhe die Beschreibungen durch, um Caches zu finden, die euch inhaltlich ansprechen. Und plant dann eine Route von Cache zu Cache – die Highlight und verborgenen Schätze der fremden Stadt werden euch so bestimmt nicht entgehen!



5.) Geocaches beleben die Freude an kleinen Dingen wieder

So, wie das Cachen das innere Kind wieder aufleben lässt, belebt es auch die Fähigkeit wieder, sich über die kleinen und scheinbar unscheinbaren Dinge im Leben zu freuen. Wer kennt nicht das Strahlen in Kinderaugen, wenn eine vermeintlich unbedeutende Neuigkeit entdeckt wird.
Dieses Leuchten findet man in den Augen eines Geocachers wieder, wenn er eine kleine Dose an einem besonders ungewöhnlichen Ort gefunden hat. Oder wenn das Versteck besonders kreativ war. Oder wenn die Geschichte um den Geocache so blumig und kreativ ist, dass man sich glatt in ihr verliert. Denn viele Caches sind sehr aufwendig und mit Liebe zum Detail konzipiert – eine wahre Freude.

Geocache

Hier ein Foto von einem Earth Cache, den wir in der Sächsischen Schweiz im Rahmen des Wanderfestivals gemacht haben. Caches gibt es eben wirklich überall

 

Also, probier es aus und entdekce das Verborgene in deiner Nähe.

Ich würde mich natürlich sehr über eure Erfahrungen und Meinungen zum Thema Geocaching freuen. Also schreibt mir!

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