4. Inselgruß – Halbzeit des Madeira Urlaubs

Hallo, Ihr Lieben, nun ist schon wieder fast die Hälfte der Zeit rum…
Wir haben zu siebent am Montag eine kleine Levadatour gemacht. Das Laufniveau bei den Freunden ist sehr unterschiedlich- uns war es zu kurz. Dann sind wir noch ein bisschen durch die Gegend gefahren und haben in viele alte Häuser geguckt. Uwe suchte ein Behältnis, in das er sein Insektenhotel aus Zuckerrohr bauen kann. Der Mann ist eindeutig nicht ausgelastet!

Auf zur Levada Wanderung

Und weil wir uns immer so ärgern, dass zum Kochen die richtigen Kräuter fehlen und hier doch alles wächst wie von alleine, ist uns die Idee gekommen, einen Kräutergarten anzulegen. Wir haben Pflanzen auf dem Bauernmarkt und im Pingo Doce gekauft und ein bisschen das Beet am Haus verlegt- die Zierpflanzen haben jetzt Meerblick und an der weißen warmen Mauer stehen Rosmarin, Oregano, Salbei, Basilikum, Schnittlauch, Pfefferminze, Bohnenkraut, Zitronenmelisse und Petersilie.
Am Dienstag waren wir zum Abendessen bei unseren englischen Freunden eingeladen- es gab mit Äpfeln und Knackwurst gefülltes Schweinefleisch (????), Kartoffelbrei und Bohnen, danach einen Applepie ohne Äpfel, dafür mit Birnen. Weiß nicht, wie das dann heißt. Es war ein netter Abend und das Schöne ist, der Heimweg beträgt 20 Meter.
Mittwoch haben wir endlich die Wanderung am Encumeada- Paß gemacht. Das Wetter war zwar nicht berauschend, aber es ist trocken geblieben so bei 10 Grad. Diesmal sind wir auch durch den zweiten langen Tunnel (ca. 20 Minuten), aber nach 6 km vernünftigerweise umgedreht- das schwächste Glied schafft dieses Jahr nicht so viel…Danach haben wir eine Poncha- Verkostung gemacht und zum wiederholten Male festgestellt: die beste Poncha gibt es in der einzigen noch arbeitenden Zuckerrohr- Schnapsfabrik in Calheta. Sie kostet 60 Cent und schlägt rein, Mann o Mann.

Insidertipp für gute Fotos auf Madeira
Am Donnerstag sind Martin und Mandy angekommen, wir haben zum Abendessen schöne Steaks im Restaurant Aquarium gehabt und dann ein deftiges Feuer mit vielen Kiefernzapfen in unserer Sommerküche. Unsere erste gemeinsame Tour hat uns am Freitag von Boa Morte aus nach links geführt, nach 6 km wurde die Tour aber ganz schön schwierig und hat Schwindelfreiheit vorausgesetzt.
Am neuverglasten  haben wir spektakuläre Bilder in eine Tiefe von 580 Metern gemacht. Abends haben wir unser erstes Knoblauchbrot selbst gemacht- dick mit Butter und mindestens 5 Zehen bestrichen. Wir haben gestunken wie die- mir fällt kein Vergleich ein. Keiner stinkt so!

Am Samstag waren wir anläßlich eines Geburtstages in eine Einheimischen- Fischgaststätte in Magdalena do Mar eingeladen. Uns war es ein bisschen zu authentisch… Fettige Tischdecke, ein schmutziges Glas und auf der Mix-Fisch- Platte für 7 Personen waren nur Köpfe und Schwänze drauf. Wer hat den Rest bekommen? Fragen über Fragen. Am interessantesten war es, die Einheimischen beim Essen winzig-kleiner silberfarbener Schnecken zu beobachten. Als Besteck dafür gab es einen Weinkorken mit 3-5 Stecknadeln drauf. Damit haben sie in den Gehäusen rumgepult und millimetergroße Fleischstücken zu Tage gefördert.

Lustiger Abend beim Kirchenfest

Samstagabend sind wir dann zu viert zum traditionellen Kirchenfest Sao Bras in Campanario gefahren. Letztes Jahr waren wir ja mit Gundel und Alf dort – wisst ihr noch? Ein unglaubliches Erlebnis aus Beleuchtung, Blumenschmuck, Rauchschwaden über den Grillen, Feuerwerk und betrunkenen Einheimischen. Viele Frauen in extrem kurzen Miniröcken (mehr so wie breite Gürtel) haben das Fest für unsere Männer zu einem Hingucker gemacht. Wir haben unseren eigenen Rindfleisch- Spieß gebraten und am Frango Piri- Piri war so viel Fleisch, dass es heute noch einen Geflügelsalat abgegeben hat. Auch haben wir eine alkoholfreie Variante des Mojito gekostet. Da Mandy ziemlich erkältet ist, machen wir Frauen heute Ruhetag und unsere Männer sind die Steilwand hinter Jardim do Mar nach Prazeres hochgelaufen. Wir holen sie nachher in Paul do Mar ab. Vorher habe ich noch versucht, bei uns im Meer zu baden. (viele große und kleine schwarze Steine) Normalerweise gehe ich sehr langsam ins Wasser und kühle mich allmählich ab. Aber eine große Welle hat mich von den Füßen geholt und so ging alles etwas schneller.

So, das wars bis nächste Woche. Wir genießen unsere Zeit hier und möchten keinen Tag missen.
Sylke und Uwe

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